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50 Jahre Stonewall – DFG-Büro Nordamerika unterstützt Diversity in der Wissenschaft

Anlässlich des 50. Jahrestags der Stonewall-Unruhen und des World Pride Festivals in New York City setzte das DFG-Büro Nordamerika gemeinsam mit deutschen, amerikanischen und internationalen Partnern ein Zeichen gegen Homophobie und für Vielfalt und Respekt – auch in der Wissenschaft

New York City Pride March
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New York City Pride March

© privat

(02.07.19) Der Monat Juni steht vielerorts in Nordamerika, nicht zuletzt auch in vielen Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen, im Zeichen der „Pride“: der Emanzipationsbewegung der Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen und all derer, die sich als „queer“ identifizieren (LGBTQ+) und den selbstbestimmten, offenen Umgang mit der eigenen sexuellen Identität feiern. Während des „Pride Month“ wird daher auch in Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen für mehr Toleranz geworben und ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung gesetzt. So führen die Partnerorganisationen der DFG, wie etwa die National Science Foundation (NSF), im Juni entsprechende themenbezogene Veranstaltungen durch: Das NSF-interne Office of Diversity and Inclusion lud in Zusammenarbeit mit der NSF-internen „LGBTQ+ and Allies Group“ in diesem Jahr den Aktivisten Alex Leffers von der Gallaudet University in Washington, DC ein, der sich als transsexuell identifiziert – und darüber hinaus taub ist.

Alternativer Queer Liberation March in New York City
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Alternativer Queer Liberation March in New York City

© privat

Den auffälligen und publikumswirksamen Höhepunkt des „Pride Month“ bilden die sogenannten Pride-Paraden. In New York City fand in diesem Jahr mit der World Pride die wohl größte Parade weltweit statt. Sie stand im Zeichen der Erinnerung an die Stonewall-Unruhen vor 50 Jahren – jener Reihe gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Homo- und Transsexuellen einerseits und New Yorker Polizeibeamten andererseits, die heute als Wendepunkt im Kampf der Lesben- und Schwulenbewegung für Gleichbehandlung und Anerkennung angesehen wird. In der Ausstellung „Queer as German Folk“, die gegenwärtig in den acht Goethe-Instituten in Nordamerika zu sehen ist und anschließend im Schwulen Museum Berlin gezeigt werden wird, wird der Geschichte dieses Freiheitskampfes aus deutscher Perspektive nachgegangen.

"Stonewall was a riot"-Schild in der New Yorker Pride Parade

© Creative Commons, Quinn Dombrowski

Gemeinsam mit den deutschen diplomatischen Vertretungen setzten auch die in New York ansässigen Hochschulverbindungsbüros und Wissenschaftsorganisationen wie schon in den Vorjahren auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt und Respekt. Initiiert von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen schlossen sie sich einer multinationalen, von Argentinien und den Niederlanden angeführten Allianz an, deren Ziel es ist, im Rahmen der Vereinten Nationen auf die universelle Achtung der Menschenrechte und Wahrung individueller Freiheitsrechte ohne Unterschied hinzuwirken und dabei besonders den Schutz der LGBTQ+ vor Diskriminierung und Gewalt betonen. So setzte die bunte New Yorker World Pride Parade am 30. Juni ein Zeichen gegen Homophobie und für Vielfalt und Respekt – auch in der Wissenschaft, denn exzellente Wissenschaft braucht Diversität und Originalität.

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