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„Research in Germany“-Auftritt auf der 48. Jahrestagung der Society for Neuroscience

DFG Leibniz Lecture mit Magdalena Götz und Neuroscience in Germany XXV Social

(30.11.18) Es gibt nur wenige Städte in den USA, die eine wissenschaftliche Tagung mit rund 30.000 Teilnehmern beherbergen können. San Diego im Süden Kaliforniens mit seinem eindrucksvollen Convention Center direkt am Hafen gehört dazu. Hier versammelten sich vom 03.-07. November 2018 Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der ganzen Welt zur 48. Jahrestagung der Society for Neuroscience (SfN). Mit dabei erneut die Initiative „Research in Germany“, die an ihrem Gemeinschaftsstand in vier Tagen rund 600 an Deutschland interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zählte.

Vorträge, Symposien und Workshops bestimmten auch in San Diego die Tagung, aber der prägende Charakter der SfN erschließt sich am besten durch die Postersessions, in denen vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler mit großem Enthusiasmus ihre Forschung vorstellten. Über 13.000 Poster gab es bei der Konferenz in diesem Jahr zu sehen.

„Neuroscience in Germany“ - Stand in San Diego
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„Neuroscience in Germany“ - Stand in San Diego

Auch bei den Ausstellern ging es wie immer sehr rege zu: Prominent aufgestellt und gut sichtbar war dieses Jahr der „Neuroscience in Germany“ - Stand. An dem gemeinschaftlichen Informationsstand beteiligten sich die deutschen neurowissenschaftlichen Exzellenzcluster zusammen mit einem Zusammenschluss weiterer koordinierten neurowissenschaftlichen Zentren (beispielsweise DFG-geförderte Sonderforschungsbereiche), die deutschen neurowissenschaftlichen Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen, das Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience, das Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften, das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, die Max-Planck-Gesellschaft sowie auch die „Research in Germany“-Initiative mit Vertreterinnen und Vertretern der American Friends der Alexander von Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Der Gemeinschaftsstand besteht in dieser Form seit 2014, und erweist sich für alle Beteiligten als äußerst erfolgreich. So ist der Stand in den letzten Jahren stetig angewachsen. Zu Beginn bestand die deutsche Präsenz aus einer German Row mit dem Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience und den German Graduate Schools in Neuroscience und wurde dann durch die Beteiligung der „Research in Germany“-Initiative und der Neurowissenschafltichen Zentren auf einen vierflächigen Gemeinschaftsstand erweitert. In den letzten beiden Jahren schlossen sich das Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften (2016) und schließlich das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und die Max-Planck-Gesellschaft (2017) dem Gemeinschaftsstand an.

Besucher am Stand

Besucher am Stand

So stellt der „Neuroscience in Germany“-Stand die zentrale Anlaufstelle für alle an Deutschland Interessierten dar, unabhängig davon, ob das Interesse offenen Stellen, Graduiertenprogrammen oder z.B. Fördermöglichkeiten für Forschungsaufenthalte gilt. Insgesamt führten die Vertreterinnen von DFG, DAAD, AvH sowie den Partnerinnen in vier Tagen rund 600 Beratungsgespräche – ein Beleg dafür, dass das Interesse an Deutschland unverändert groß ist: “I did a course for my Master’s degree in Germany and I enjoyed it so much that I want to send all my friends to Germany, too.”- so eine aktuell in den USA forschende Besucherin am Stand.

Die Bandbreite der Besucherinnen und Besucher des Standes reichte von Undergraduates bis zur Stellvertretenden Generalkonsulin Kathrin Steinbrenner sowie auch ein derzeitiger Fellow im Thomas Mann House in Los Angeles, Prof. Dr.-Ing. Yiannos Manoli, Inhaber der Fritz-Hüttinger-Professur für Mikroelektronik und Institutsleiter des Hahn-Schickard Instituts für Mikro- und Informationstechnik.

Die Materialien über Fördermöglichkeiten der verschiedenen Organisationen, über das deutsche Wissenschaftssystem im Allgemeinen und Informationen über die Forschungslandschaft im Bereich der Neurowissenschaften in Deutschland wurden rege nachgefragt - “I was just offered a PostDoc position in Munich this morning and I am so excited. Please tell me everything I need to know and what to expect in Germany,” erzählte eine Teilnehmerin.

Leibniz Lecture Magdalena Götz

Am Montagabend stellte Prof. Dr. Magdalena Götz, Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München und Inhaberin des Lehrstuhls für Physiologische Genomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Publikum im Rahmen der sechsten Leibniz Lecture bei der SfN das Thema „Link auf PDF-DateiMechanisms of Neurogenesis and Neural Repair” vor. Im vergangenen Jahr hatte Frau Prof. Götz noch einen der Hauptvorträge im Tagungsprogramm des SfN-Meetings gehalten. In der diesjährigen Leibniz Lecture stellte sie die Ergebnisse ihrer langjährigen Forschungsarbeiten vor. Ihre Entdeckung, dass Gliazellen des Gehirns als Stammzellen fungieren und Nervenzellen aus Gliazellen hervorgehen können, war im Forschungsgebiet zunächst geradezu revolutionär. So berichtete Frau Prof. Götz in ihrem Vortrag denn auch von erheblicher Skepsis und von Widerständen, die ihren Arbeiten anfänglich entgegenschlugen. Inzwischen sind diese Erkenntnisse in der allgemeinen Lehrbuchmeinung verankert und bilden die Grundlage der weiteren Erforschung der molekularen Details von Mechanismen der Stammzell-Differenzierung. Der DFG sprach Frau Prof. Götz ihren besonderen Dank für die Förderung ihrer Arbeiten aus und betonte die herausragende Bedeutung einer breiten und erkenntnisgeleiteten Förderung der Grundlagenforschung, die – im Gegensatz zu Deutschland – in vielen anderen Ländern zunehmend unter Legitimierungsdruck gerät. Im Publikum der Leibniz Lecture war unter den ca. 100 Gästen auch Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Frank Bradke vertreten, der im vergangenen Jahr die Leibniz Lecture gehalten hatte.

Neuroscience in Germany Social XXV

Neuroscience in Germany Social XXV

Auf die Leibniz Lecture folgte der traditionelle German Social, in diesem Jahr gemeinsam von der „Research in Germany“-Initiative und dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung ausgerichtet. Ca. 200 Gäste versammelten bei ausgelassener Stimmung auf einer Außenterrasse im Hilton mit Blick auf Coronado und die San Diego Bay zu einem regen Austausch von Ideen und Kontakten im Zeichen von Forschungskooperation und Mobilität.

Sowohl Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz als auch andere Ausstellerinnen und Aussteller äußerten sich wiederholt positiv über eine derart gestaltete Präsentation Deutschlands im Rahmen der Tagung.