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Veranstaltungen in Bogotá zur Stärkung der wissenschaftlichen Kooperation mit Kolumbien

(24.05.19) Am 9. Mai konnten sich kolumbianische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines Workshops in Bogotá über Promotions- und Postdoc-Möglichkeiten in Deutschland informieren. Die von der Technischen Universität München (TUM) und der Freien Universität Berlin (FU Berlin) erstmalig in Kolumbien angebotene Veranstaltung fand an der Universidad de los Andes (Uniandes) statt und wurde von der DFG unterstützt.

Kolumbianische Interessierte an Promotions- und Postdoc-Möglichkeiten nahmen am Workshop in Bogotá teil

Kolumbianische Interessierte an Promotions- und Postdoc-Möglichkeiten nahmen am Workshop in Bogotá teil

© DFG

Rund 85 Anwesende verfolgten mit großem Interesse die Vorträge der Fördereinrichtungen DFG, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), die ihre Programme vorstellten. Die Leiterin des DFG-Büros Lateinamerika, Dr. Kathrin Winkler, erläuterte das Förderangebot der DFG und ging dabei ebenfalls auf die gemeinsam mit den kolumbianischen Partnereinrichtungen etablierten Kooperationsmöglichkeiten für bilaterale Projekte ein.

Ein Beispiel dafür ist das Abkommen zwischen DFG und Uniandes, das im November 2018 nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit erneuert wurde. Im Rahmen der Vereinbarung können Forscherinnen und Forscher aller Fachbereiche der kolumbianischen Hochschule gemeinsame Projektanträge einreichen. Aktuell werden Projekte in den Bereichen Elektro- und Informationstechnik, Informatik und Zoologie gefördert, die im Jahr 2017 bewilligt wurden. Die hohe Förderquote spiegelt dabei nicht nur die hohe wissenschaftliche Qualität der Anträge wider, sondern ist auch ein Zeichen für das beiderseitige Interesse an der Internationalisierung in der Forschung.

Neben den Förderinstitutionen stellten auch die FU Berlin und die TUM ihre Forschungsprofile vor; im Anschluss daran berichteten kolumbianische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von ihren Erfahrungen sowie den Herausforderungen ihrer Forschungsaufenthalte in Deutschland. Nach den Vorträgen blieb noch Zeit für individuelle Gespräche und Fragen.

Der Workshop fand im Vorfeld des regionalen DAAD-Alumnitreffens statt, zu dem sich vom 10. bis 12. Mai zahlreiche Forscherinnen und Forscher aus Kolumbien, Ecuador, Kuba, Peru, Mexiko und Venezuela in Bogotá eingefunden hatten.

Kathrin Winkler stellte im Rahmen des DAAD-Alumnitreffens die Förderprogramme der DFG vor

Kathrin Winkler stellte im Rahmen des DAAD-Alumnitreffens die Förderprogramme der DFG vor

© DFG

Das umfassende Programm der Veranstaltung stand unter dem Thema „250 Jahre Alexander von Humboldt: Kosmos oder Chaos? Wissenschaftliche Weltbeschreibungen heute“. Eine Podiumsdiskussion widmete sich der Frage „Was würde Humboldt heute erforschen?“ und unterstrich die Bedeutung der Arbeit des renommierten deutschen Forschers. In verschiedenen Workshops wurden darüber hinaus interdisziplinäre Bereiche wie Friedensforschung und Konfliktbewältigung, Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit thematisiert. Nach Ansicht des DAAD, der das Treffen organisierte, sind internationale Kooperationen und die Pflege wissenschaftlicher Netzwerke zwischen Deutschland und den Ländern Lateinamerikas unerlässlich für die Suche nach Lösungen für solche und andere dringende, aktuelle Fragestellungen.

Um dies zu ermöglichen, informierte die DFG zusammen mit weiteren Förderorganisationen das Publikum am dritten Veranstaltungstag über entsprechende Wege für die Finanzierung – Kathrin Winkler stellte die Förderprogramme der DFG und die Kooperationsmöglichkeiten mit den Partnerorganisationen der Region vor. Insgesamt bot das Treffen den anwesenden Forschenden eine gute Plattform für einen umfassenden Austausch und Networking sowie Perspektiven für die Erweiterung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.