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8. Internationales Symposium zum Thema Gerechtigkeit unterstreicht deutsch-brasilianische Beziehungen

(27.09.18) Zwischen dem 10. und 14. September fand an der Bundesuniversität Santa Catarina (UFSC) in Florianópolis das 8. Internationale Symposium mit dem Titel Gerechtigkeit: Globalisierung, Multikulturalismus und Menschenrechte statt. Ergänzt wurde die Veranstaltung außerdem durch ein Humboldt-Kolleg zum Thema Menschenrechte – eine Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung, die auf interdisziplinäre Netzwerkbildung in der Forschung ausgerichtet ist. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bot die Veranstaltung ein Forum zur kritischen Betrachtung des 1948 verabschiedeten Dokuments für das heutige Südamerika und dessen Folgen insbesondere für die brasilianische Gesellschaft.

Ingo Sarlet (rechts) befürwortet die Einrichtung eines Förderprogramms von DFG und CAPES im Bereich Rechtswissenschaften

Ingo Sarlet (rechts) befürwortet die Einrichtung eines Förderprogramms von DFG und CAPES im Bereich Rechtswissenschaften

© DFG

Das Symposium wird seit 1997 alle drei Jahre von der UFSC und der Päpstlich-Katholischen Universität des Bundesstaates Rio Grande do Sul (PUCRS) organisiert und befasst sich mit Inhalten in Bezug auf Gerechtigkeit und politische Philosophie im internationalen Kontext. Die Beteiligung von Experten aus verschiedenen Disziplinen wie der Philosophie, den Rechtswissenschaften, der Soziologie und den Politikwissenschaften fördert einen fruchtbaren Austausch zwischen Forschenden aus Brasilien und anderen Ländern. In diesem Jahr waren insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland vertreten – die Tagung wurde außerdem vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo unterstützt.

Neben Fachvorträgen und Diskussionen zu den unterschiedlichen Aspekten von Gerechtigkeit und Menschenrechten stand auch eine Informationsveranstaltung zum Thema Forschungsförderung sowie Kooperationsmöglichkeiten mit internationalen Partnern auf dem Programm. Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Alexander von Humboldt-Stiftung, des DWIH und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) stellten dem Publikum ihre Förderportfolios vor.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Die Menschenwürde in der Brasilianischen Verfassung“ hob Prof. Dr. Ingo Sarlet, Koordinator der juristischen Fakultät der PUC-RS, den engen Bezug zwischen der brasilianischen und deutschen Rechtsprechung hervor. Unter anderem sind diese Zusammenhänge Anknüpfungspunkt für die Vertiefung der wissenschaftlichen Beziehungen in den Rechtswissenschaften zwischen Deutschland und Brasilien, was über bilaterale Workshops, die von der DFG und ihrer brasilianischen Partnerorganisation CAPES anteilig finanziert werden, gefördert wird mit dem Ziel mittel- und langfristig Projektkooperationen aufzubauen.

Ein erster Schritt in diese Richtung war die Veranstaltung eines ersten Rundgesprächs mit 14 Vertreterinnen und Vertretern wichtiger Jurafakultäten im Juni 2017 in Deutschland, was von einem gemeinsam mit der CAPES finanzierten Workshop in Bonn gefolgt war. Im vergangenen April trafen sich dort jeweils neun Juristinnen und Juristen aus beiden Ländern mit dem Ergebnis, dass durch die soliden bilateralen Beziehungen in dem Bereich – sowohl auf institutioneller als auch auf persönlicher Ebene – großes Potenzial für die geplante Einrichtung eines gemeinsamen Förderprogramms für deutsch-brasilianische Projekte in den Rechtswissenschaften besteht.