Lesung: Schriftsteller und Wissenschaftler Bernhard Schlink zu Gast im Bonner Wissenschaftszentrum

Erfolgsautor Bernhard Schlink
Erfolgsautor Bernhard Schlink
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Malerei, Bildhauerei, Musik – den Auftakt von WISSENSCHAFFTKUNST bildeten die schönen Künste. Größte Aufmerksamkeit fand auch die Fortsetzung der Reihe mit einer spektakulären Lesung. Weit über 700 Besucher drängten ins Bonner Wissenschaftszentrum, um den Autor des „Vorlesers“ beim Vorlesen zu erleben: Bernhard Schlink, als Schriftsteller und Wissenschaftler eine Idealbesetzung für die Reihe, kam am 20. Januar 2003 zu einem gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft veranstalteten Literaturabend.

Im überfüllten Vortragssaal und draußen im Foyer, auf dem Boden sitzend und stehend, um rasch aufgebaute Monitore versammelt, hing das Publikum an seinen Lippen. Dabei las Schlink gerade nicht aus dem „Vorleser“, jenem Roman, mit dem es erstmals ein deutsches Buch auf Platz eins der New York Times Bestsellerliste schaffte, und der – in 40 Sprachen übersetzt – Schlinks internationale Reputation ausmacht. Es waren Episoden aus „Selbs Justiz“, „Selbs Mord“, „Selbs Betrug“ und den „Liebesfluchten“, die er dem Publikum vortrug. Dabei überzeugte Schlink mit seiner klaren Sprache, reich an Witz und Ironie. Das Publikum dankte es ihm mit langem Applaus. Kontrastiert wurde die Lesung mit Werken von Johann Sebastian Bach durch den Cellisten Martin Rummel.

Bernhard Schlink wurde 1944 in Bielefeld geboren und wuchs in Heidelberg auf. Wichtige Stationen seiner (rechts)wissenschaftlichen Laufbahn waren Heidelberg, Darmstadt, Bielefeld und Freiburg. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führte ihn nach Bonn; einige Jahre später wurde er Richter am nordrhein-westfälischen Verfassungsgerichtshof. Schon in Bonn begann seine „zweite“ Karriere als Schriftsteller – als Fachbuchautor, aber auch als Verfasser belletristischer Werke. Nachdem er für kurze Zeit einen Lehrstuhl an der Universität Frankfurt/Main innegehabt hatte, ging er nach der Wende an die Humboldt-Universität zu Berlin. Als Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie arbeitete er unter anderem an der Übergangsverfassung für die DDR vor der Wiedervereinigung mit. Ausgezeichnet mit einer Vielzahl internationaler Literaturpreise blickt Schlink auf eine bemerkenswerte literarische und wissenschaftliche Karriere zurück.

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