Forschung zum Klingen bringen

Hans Joachim Marx und die „Camerata Köln“  

Hans Joachim Marx und die
Hans Joachim Marx und die "Camerata Köln" - Forschung zum Klingen bringen
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Mit der Aufführung von Händels „Gloria“ konnte in der Reihe WISSENSCHAFFTKUNST ein eigener – musikalischer – Akzent gesetzt werden. „Forschung zum Klingen bringen“ war der Titel einer Aufführung im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich der DFG-Jahresversammlung am 2. Juli 2002 in der Aula der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn. Es spielten Mitglieder der „Camerata Köln“.

Mit dem „Gloria in excelsis Deo“ für Solo-Sopran und Streicher kam ein bislang nahezu unbekanntes Werk des jungen Händel zur Aufführung, das erst neun Monate zuvor von dem – von der DFG geförderten – Hamburger -Musikwissenschaftler Professor Hans Joachim Marx in der Bibliothek der Londoner Royal Academy of Music entdeckt worden war. Das sakrale „Gloria“ war einer Sammlung von Opernarien Händels beigebunden gewesen und hatte bis dato niemandes Aufmerksamkeit gefunden. Ein Sensationsfund, der die Musikwissenschaft elektrisiert hatte.

Seit der Uraufführung bei den Händel-Festspielen 2001 in Göttingen hat das Werk inzwischen einen festen Platz in der musikalischen Literatur gefunden. Mit den Aufführenden konnten Musiker gefunden werden, die einem Ensemble von Weltrang angehören. 1979 gegründet, konnte sich die „Camerata Köln“ aufgrund ihrer hohen Qualität rasch auf den bedeutendsten Festivals für Alte Musik wie in Innsbruck, Brügge, Herne, Glasgow und Malmö einen Namen verschaffen. Der Gründung des Ensembles lag die Idee zugrunde, alter Kammermusik auf historischen Instrumenten einen „originalen“ Klang zu verschaffen. Eine virtuose Beherrschung aller stilistischen Kriterien, größtmögliche Spontaneität, Spielfreude und künstlerische Eigenständigkeit kennzeichnen die Aufführungspraxis des Ensembles. Wie sehr die „Camerata“ integraler Bestandteil der deutschen Musikszene ist, zeigt die umfangreiche Diskographie.

Die Mitglieder des Kammerorchesters sind durchweg Professoren und Dozenten an deutschen Musikhochschulen. Die Sopranistin Katia Plaschka zählt insbesondere auf dem Gebiet der „Alten Musik“ zu den herausragenden Koloratursopranistinnen in Deutschland. Die Aufführung des „Gloria“ wurde mit „standing ovations“ gefeiert.

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