Karl Günter Wolf

FormenMeister / MeisterFormen

Die Faltung des Stahlblechs - Materialästhetik und neue Form

FormenMeister / MeisterFormen - Materialästhetik und neue Form
FormenMeister / MeisterFormen - Materialästhetik und neue Form
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Am Anfang war ein Blatt. Flach, formlos, zweidimensional. Seine Verwandlung in die Dreidimensionalität durch Knicken und Falten eröffnete dem jungen Künstler eine Perspektive: „Diese Form war für mich ein real erfassbarer Gegenstand“, sagt Karl Günter Wolf, „ihn konnte ich aufrichten, er warf sogar seinen eigenen Schatten und konnte ganz aus sich selbst heraus stehen bleiben“. Der L-förmige rechte Winkel wurde für Wolf zu einem Stück realer Architektur. Eine weitere zweite Faltung dieser ursprünglich flachen „Fläche“ bildete die unverwechselbare U-Form. Diese „drei Grundformen“ schufen auf wunderbare Weise die Basis für fantastische Kreationen. Heute faltet und knickt er Kupfer, Edelstahl, Eisen, Aluminium oder Kunststoff und schafft Werke voller Phantasie – Diagonal-, Ring- und Stabskulpturen von hoher Materialästhetik. Karl Günter Wolf erzeugt mit seinen Arbeiten einen Spannungsbogen zwischen Werkstoff, Farbe, Größe und Form. Je nach Art und Dimension seiner Skulpturen bestimmt er das Material, seine Farbwahl orientiert sich vor allem an der Eigenheit der Form des jeweiligen Werks.

Unter dem Titel „FormenMeister / MeisterFormen“ präsentierte die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe WISSENSCHAFFTKUNST Arbeiten von Karl Günter Wolf. Vom 17. Juni bis 21. August 2009 waren in der Bonner Geschäftstelle der DFG zahlreiche Skulpturen, Reliefs, kinetische Wandobjekte und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden des Künstlers zu sehen. Wolfs richtungsweisendes, 1975 entstandenes Schlüsselwerk „Triumphbogen“ bildete nach zahlreichen Präsentationen auch den Mittelpunkt der Bonner Ausstellung.

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