Vortragsreihe exkurs

Von Eulen und Lerchen - Wie tickt unsere innere Uhr?

8. Oktober 2013 Prof. Dr. Till Roenneberg

Tagsüber ist der Mensch aktiv, nachts schläft er. Diese Regelmäßigkeit ist von einer inneren biologischen Uhr kontrolliert, die durch den Licht-Dunkel-Wechsel mit den 24 Stunden unseres Tages synchronisiert wird. Wir spüren die innere Uhr besonders bei der Umstellung auf die Sommerzeit, oder wenn wir nach langen Flügen unter Jetlag leiden.

Professor Till Roenneberg

Ist die innere Uhr defekt oder wird zum Beispiel durch Schichtarbeit missachtet, führt dies zu Krankheiten.

Wie sich die innere Uhr eines Menschen in den Licht- Dunkel-Wechsel einfügt, wird von den Genen bestimmt und führt in der Bevölkerung zur Verteilung bestimmter „Chronotypen“ – den frühaufstehenden Lerchen und den nachtaktiven Eulen. Seitdem wir uns aber vorwiegend in Gebäuden ohne Tageslicht aufhalten, bekommt die innere Uhr nur noch schwache Zeitgebersignale. Die Folge: Die wachsende Diskrepanz zwischen Innen- und Außenzeit macht die meisten Menschen dauerhaft zu „Frühschichtlern“ – mit deutlichen Folgen für die Gesundheit. So haben Schlafstörungen in vielen Ländern fast epidemische Ausmaße angenommen.

Der Vortrag gibt Einblick in die neuesten Erkenntnisse der Chronobiologie und stellt Pläne für ein neues Kapitel in der Schlafforschung vor.

Wann und wo?