Vortragsreihe exkurs

Von Eulen und Lerchen - Wie tickt unsere innere Uhr?

27. März 2012 Prof. Dr. Till Roenneberg

Im Vortrag "Von Eulen und Lerchen - Wie tickt unsere innere Uhr?" im Rahmen der Reihe "exkurs - Einblick in die Welt der Wissenschaft" betrachtet der Psychologe Professor Till Roenneberg, Ludwig-Maximilians-Universität München, am 27. März 2012 im Haus der Wissenschaft in Bremen, was unsere "innere Uhr" beeinflusst.

Professor Till Roenneberg

Tagsüber ist der Mensch aktiv, nachts schläft er. Diese Regelmäßigkeit hängt aber nur indirekt mit dem Wechsel von Licht und Dunkel zusammen. Alle Funktionen unseres Körpers werden von einer inneren biologischen Uhr kontrolliert, die durch den Licht-Dunkel-Wechsel mit den 24 Stunden unseres Tages synchronisiert wird. Wir spüren diese innere Uhr besonders bei der Umstellung auf die Sommerzeit oder wenn wir nach langen Flügen unter Jetlag leiden. Ist die innere Uhr defekt oder wird zum Beispiel durch Schichtarbeit missachtet, führt dies zu Krankheiten.

Wie sich die innere Uhr eines Menschen in den Licht-Dunkel-Wechsel einfügt, wird von den Genen bestimmt. Dies führt in der Bevölkerung zur Verteilung sogenannter Chronotypen: Den früh aufstehenden Lerchen und den nachtaktiven Eulen. Seitdem wir uns fast nur noch in Gebäuden mit geringer Lichtintensität aufhalten, bekommt die innere Uhr aber nur noch schwache Zeitgebersignale. Die Folge: Eine immer größere Diskrepanz zwischen Innen- und Außenzeit macht die meisten Menschen dauerhaft zu „Frühschichtlern“ – mit deutlichen Folgen für die Gesundheit.

Wann und wo?

Termin: 27. März 2012, 19:00 - 21.00 Uhr
Ort: Externer LinkHaus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, Bremen