WISSENSCHAFFTKUNST

Vorwort

15. August 2016 von Dorothee Dzwonnek, Generalsekretärin der DFG

Der Chemiker Herman Güterbock war ein leidenschaftlicher Sammler edler Keramiken. Werke international renommierter Künstler zählten zu seiner Sammlung, die er Anfang 1990 der Deutschen Forschungsgemeinschaft hinterlassen hat. Fortan konnten die wertvollen Stücke in wechselnder Zusammensetzung im Hause gezeigt werden.

Professorin Dorothee Dzwonnek

Unbewusst hat Hermann Güterbock damit den Grundstein gelegt für eine Veranstaltungsreihe der DFG, die später unter dem Namen WISSENSCHAFFTKUNST Künstler unterschiedlichster Richtungen in das Haus der Geschäftsstelle bringen sollte. Inzwischen blickt die DFG auf dreizehn große Ausstellungen zurück, in denen zahlreiche Künstlerinnen und Künstler präsentiert wurden. Hinzu kamen weitere Veranstaltungen wie die Lesung mit Bernhard Schlink oder Feierlichkeiten, deren festlicher Charakter durch künstlerische Elemente aufgewertet wurde. Dazu zählt das 20jährige Bestehen des Leibniz-Preises mit Theater, Musik und Tanz oder das 30jährige Bestehen der Heinz Maier-Leibnitz-Preise mit Kabarett, Musik und Lasershow.Besonders zu danken ist dafür Professor Andreas Schlüter, dem Generalsekretär des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft, für die finanzielle Unterstützung, die angesichts eines stets zu schmalen Budgets viele Ausstellungen möglich gemacht hat; Heinz Rüdiger Grunewald, dem Leiter des Wissenschaftszentrums Bonn und seinem Team für die partnerschaftliche Kooperation bei gemeinsamen Ausstellungen; Joachim Lauhöfer und Bettina Schneider von der DFG, die sich all die Jahre in nimmermüdem Einsatz engagierten und schließlich dem Fotografen Jürgen Querbach, der über viele Jahre die großen Ereignisse in der DFG mit seiner Kamera dokumentiert hat. Von ihm stammen auch viele der in diesem Buch veröffentlichten Bilder. Ferner ist den Kunstexperten Linde Trottenberg, MultiArt International und Henning von Harling, Art Consulting, zu danken, die mit ihrer großen Ausstellungserfahrung wertvolle Hinweise und Hilfen gaben.

Die Vernissagen wurden stets musikalisch umrahmt. Zur „Hausband“ avancierten dabei im Laufe der Jahre die „Four For Jazz“, das waren Karsten Brenner, Klarinette und Tenorsaxophon; Harald Rutar, Piano; Jochen Solbach, Bass und Gerd Both, Schlagzeug. Ihre Spielfreude war eine große Bereicherung jeder Veranstaltung.

Ein großes Projekt wie WISSENSCHAFFTKUNST lebt vom Engagement seiner Mitwirkenden. Sie sind es, die Ideen mit Leben füllen, die initiieren und finanzieren, die planen, transportieren, hängen, stellen, aufbauen und abbauen, die informieren und betreuen. Ihnen allen, ob aus der DFG-Geschäftsstelle oder dem Wissenschaftszentrum Bonn, gilt großer Dank – zu Recht finden sich ihre Namen am Anfang des Buches.

Ganz besonders herzlich danke ich den Initiatoren von WISSENSCHAFFT¬KUNST und Autoren dieses Buches, Axel Hubertus Zienicke, der für die inhaltliche Seite des Projektes verantwortlich zeichnete und die Ausstellungen kuratierte und Dieter Hüsken, der für WISSENSCHAFFTKUNST zahlreiche Texte beisteuerte und zudem dieses Buch, Kataloge und Faltblätter sowie die Plakate und Einladungen gestaltet hat. Ihr Buch ist die Bilanz einer Erfolgsgeschichte. Es ist – folgt man Maxim Gorkij – eine Art Seelenschau, denn „Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele“, wie der russische Erzähler und Dramatiker sagt. Nun ist es nicht statthaft, hieraus einen Gegensatz abzuleiten. Weder ist die Wissenschaft „seelenlos“ noch ist die Kunst ohne Wissen denkbar. So entspricht die These dem Motto: WISSENSCHAFFTKUNST – für ein erfülltes Leben bedarf es des einen wie des anderen.

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