WISSCHENSCHAFFTKUNST

Rhein und gelber Fluss

15. August 2016 Flüchtigeit und Veränderung

Gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft präsentierte die Deutsche Forschungsgemeinschaft vom 7. November 2008 bis zum 16. Januar 2009 die Ausstellung „Rhein und Gelber Fluss“. Beide Ströme, der deutsche Rhein und der chinesische Gelbe Fluss, standen im Mittelpunkt der Arbeiten von Volker Gerling, Eva Ohlow und Qi Yang. Sie setzten sich auseinander mit zwei großen Kultur- und Lebensräumen, die auf die jeweiligen Länder eine große Ausstrahlung haben und für Handel und Wandel von enormer Bedeutung sind.

Rhein und gelber Fluss - Flüchtigkeit und Veränderung

„Die drei Künstler tauchen ein in die Kulturen der Regionen und schaffen Kultur, indem sie uns ihre Interpretationen vermitteln“, betonten DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner und der Generalsekretär des Stifterverbandes, Professor Andreas Schlüter, in ihrem gemeinsamen Vorwort des Ausstellungskatalogs. So präsentierte Eva Ohlow in einer Installation verrottete Fundstücke zu historischen Bildnissen „rheinischer Köpfe“. Qi Yang wiederum symbolisierte herausragende Persönlichkeiten seiner chinesischen Heimat durch übergroße Schuhe, in die hineinzuwachsen Nachfolgern schwer fallen muss, und Volker Gerling schließlich dokumentierte Begegnungen mit Menschen entlang des Rheins anhand seiner „Daumenkinos“. Die Künstler schlugen Brücken, die nicht nur die Kulturen einander näherbringen und Gemeinsamkeiten betonen sollten.

Das Ausstellungsprojekt wollte auch Veränderungen visualisieren, denen die Flusslandschaften und das Leben an den Flüssen über Jahrtausende ausgesetzt waren. „Rhein und Gelber Fluss“ war der Versuch einer Interpretation des Realen. Es war ein Experiment. Für die Künstler, für die Kuratoren, für die Betrachter: Es war ein spannendes Projekt. So spannend, dass die Zeitschrift GEO einen der Künstler auf seiner Reise begleitet hatte und das dokumentierte, was in dieser Ausstellung seinen Niederschlag fand. In den Arbeiten von Gerling, Ohlow und Yang begegnete man dem Augenblick und der Geschichte, da offenbarten sich Probleme, Situationen und Perspektiven. Es entstand ein unerwartetes, ein überraschendes Bild, und es zeigte sich deutlich: Rhein und Gelber Fluss, das ist mehr als Fluss und Ufer.

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