Ausstellungen

Von der Idee zur Erkenntnis

Wissenschaft und Forschung tragen die Gesellschaft und den Wohlstand in unserem Land. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit sind Grundlage für gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklungen und Entscheidungen. Doch wie gewinnt die Forschung neue Erkenntnisse? Wie entstehen aus wissenschaftlichen Ideen und Fragen Forschungsprojekte und daraus schließlich Wissen, das unseren Alltag und unsere Welt mitgestaltet?

Überschrift: Von der Idee zur Erkenntnis

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt als größter Forschungsförderer in Deutschland jährlich rund 20.000 Projekte, die von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder kleinen Gruppen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen durchgeführt werden. Diese »Einzelförderung« gibt ihnen die Freiheit und Flexibilität, auch unkonventionelle und risikoreiche Vorhaben zu verfolgen und so die Forschung voranzubringen.

Die Ausstellung »Von der Idee zur Erkenntnis« stellte herausragende Forschungsprojekte vor, die von der DFG im Rahmen der Einzelförderung unterstützt werden. Exemplarisch zeigten sie die Vielfalt aktueller Forschungsthemen und die kreativen Lösungswege, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Arbeiten beschreiten.

Die Ausstellung wurde von März 2012 bis Februar 2015 gezeigt.

Quo vadis, Demokratie?

Politikwissenschaft
Zuschauerbefragung zum TV-Duell

Treue Stammwähler in einer Drei-Parteien-Landschaft – das war gestern. Heute treffen Wählerinnen und Wähler ihre Entscheidungen kurzfristig und unter schwankenden Einflüssen. Wohin bewegt sich die Demokratie? Führende Wahlforscher untersuchen die Entwicklung mit langem Atem. mehr

Störung erwünscht?

Pflanzenökologie
Vermessung des Baumbestandes

Mangrovenwälder gelten als Kinderstube der Meere und wichtige Speicher für das Klimagas CO2. Doch sie sind von natürlichen und menschengemachten Eingriffen stark bedroht. Ein Dresdener Forschungsprojekt untersucht mit Hilfe eines Computermodells, wie sich die Wälder von Schäden und Störungen erholen. mehr

Mit Gitarrensaiten Moleküle fangen?

Experimentelle Physik
Freitragende Nano-Saite

Mechanische Nano-Resonatoren sind 500-mal dünner als ein Haar. Bringt man sie zum Schwingen, vibrieren sie wie die Saiten einer Gitarre und reagieren hochempfindlich auf ihre Umgebung. Wissenschaftler der LMU München untersuchen, wie sich daraus Sensoren und andere Anwendungen entwickeln lassen. mehr

Rechnen gegen die Ölpest?

Angewandte Mechanik
Modellversuch im Seegangsbecken

Ölunfälle im Meer beinhalten hohe Risiken für Umwelt und Wirtschaft. Die Bergung des Öls ist jedoch technisch sehr schwierig. An der TU Berlin steht nun ein spezielles Schiff zur Verfügung, das selbst in rauer See eingesetzt werden kann. Wissenschaftler haben eine spezielle Software entwickelt, die solche Bergungssysteme deutlich verbessert. mehr

Stimmt die Chemie im Bild?

Analytik
Sammlung historischer Pigmente

Künstlerfarben haben sich im 20. Jahrhundert grundlegend verändert. Viele aus der Natur gewonnene Mittel verschwanden und machten Platz für synthetische organische Pigmente aus der chemischen Industrie. Mit neuen zerstörungsarmen Analysemethoden, die am Doerner Institut in München weiter entwickelt wurden, kann man diese Farben nun besser identifizieren und damit Kunstfälschern leichter auf die Schliche kommen. mehr

Leben retten in 3D?

Radiologie
Operation eines Aneurysmas

Operationen an der Aorta können Leben retten. Um sie zu planen, nutzen Mediziner gewöhnlich Verfahren, die auf Schnittbildern beruhen. Deren Ergebnisse sind aber oft ungenau. Heidelberger Wissenschaftler haben nun ein 3D-Verfahren entwickelt, mit dem sie die Größe und Form von Blutgefäßen genau bestimmen können, um Therapien deutlich zu verbessern. mehr

Schlaue Wischer gegen Hochwasser?

Hydrogeologie
Optischer Sensor zur Niederschlagsmessung

Überschwemmungen verursachen auch in Deutschland regelmäßig große Schäden. Eine bessere flächendeckende Erfassung des Niederschlages könnte für genauere Vorhersagen sorgen. Das Projekt RainCars der Leibniz Universität Hannover will mit einem innovativen Forschungsansatz Abhilfe schaffen: Es nutzt Autos als mobile Messstationen mit Scheibenwischern als Regensensoren. mehr

Darf ich bitten ... RoboBee?

Robotik
Biene mit Radartransponder

Honigbienen teilen ihren Genossinnen per Schwänzeltanz mit, wo sich neue Futterquellen befinden. Diese Art der Kommunikation ist schon lange bekannt. Experten rätseln aber noch immer, wie die Insekten die getanzten Nachrichten verarbeiten. Biologen und Informatiker der Freien Universität Berlin haben einen Bienenroboter entwickelt, der ihnen bei der Entschlüsselung der komplexen Bienensprache hilft. mehr

Sehen mit den Ohren?

Biologie
Optimales Hörvermögen dank Federschleier

Schleiereulen können selbst leiseste Geräusche perfekt orten und sind in der Lage, bei völliger Dunkelheit zu jagen. Diese Fähigkeit verdanken sie dem Federschleier am Kopf. Forscher der RWTH Aachen untersuchen die Funktion dieses Schleiers und machen sie technisch nutzbar. mehr

Werden nur die Frauen schwanger?

Soziologische Theorie
Ultraschallbilder aus den ersten Lebenswochen

Eine Schwangerschaft ist nicht nur ein biologischer Vorgang im Körper der werdenden Mutter, sondern auch ein spannender sozialer Prozess. Ein Projekt der Universität Mainz liefert wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung einer „Soziologie der Schwangerschaft“. mehr

Was wissen Bilder?

Kunstgeschichte
Die Doppelhelix in der Architektur

Ölunfälle im Meer beinhalten hohe Risiken für Umwelt und Wirtschaft. Die Bergung des Öls ist jedoch technisch sehr schwierig. An der TU Berlin steht nun ein spezielles Schiff zur Verfügung, das selbst in rauer See eingesetzt werden kann. Wissenschaftler haben eine spezielle Software entwickelt, die solche Bergungssysteme deutlich verbessert. mehr