Geistes- und Sozialwissenschaften

Das Digitale als Brückenbauer

Kunst, Geschichte oder Philosophie – gepaart mit Computerwissenschaften: Was viele Jahrzehnte lang nur selten zusammengedacht wurde, baut heute längst als „Digital Humanities“ die Brücke zwischen den „traditionell“ arbeitenden Geisteswissenschaften und der Informatik. Die Sprachwissenschaften und die Psychologie arbeiten lange schon eng mit der Informatik zusammen und entwickeln dabei immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten für digitale Methoden – auch 2019.

Das Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ setzt sich mit der digitalen Bearbeitung von Bildern auseinander – wie hier mit dem Revolutionsgemälde „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix aus dem Jahr 1830 als Anspielung auf die „Gelbwesten

Keilschriftalgorithmen

Sumerische Keilschrift
Die sumerische Keilschrift gilt als älteste Schrift der Welt. Bisher konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenhängende Fragen zum sumerischen Schriftsystem und zu lokalen Gebräuchen nicht systematisch untersuchen. Ein neues DFG-Projek

Neue Analyseansätze und wirtschaftspolitische Lösungsstrategien zu neuen Herausforderungen mit weitreichenden ökonomischen Implikationen für die Gesellschaft zu entwickeln, ist das Ziel des Exzellenzclusters „ECONtribute“ der Universitäten Bonn und Köln. mehr

Blick aus verschiedenen Perspektiven

Digitale Bilder
Das Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ setzt sich mit der digitalen Bearbeitung von Bildern auseinander – wie hier mit dem Revolutionsgemälde „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix aus dem Jahr 1830 als Anspielung auf die „Gelbwesten

Verfahren, die auf Lernalgorithmen basieren, spielen auch eine Rolle im Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“, das den Wandel der digitalvisuell geprägten Welt, die Triebkräfte, Erscheinungsformen und Konsequenzen reflektiert. 2018 von der DFG bewilligt, komplettieren seit 2019 insgesamt zwölf Projekte das SPP unter dem thematischen Dach. mehr

„Beethoven in the House“

Musikleben des 19. Jahrhunderts
2020 feiert die Welt den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens. Und seine Musik ist aktueller denn je. Das spiegelt sich auch im Titel des DFG-geförderten Einzelvorhabens „Beethoven in the House – Digitale Studien zu Bearbeitungen für Hausmusik“ wide

Wie wurden Beethovens Werke im 19. Jahrhundert umgeschrieben, damit auch ein breites Publikum die Stücke zuhause nachspielen konnte? Was war den Zeitgenossen aus musikalischer Sicht dabei wichtig? Das untersucht das 2019 bewilligte Einzelvorhaben „Beethoven in the House – Digitale
Studien zu Bearbeitungen für Hausmusik“. mehr

Intonation als Therapie?

Automatische Verarbeitung von Sprache
Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Leiden in Deutschland. Lässt sich die Krankheit über Sprechpausen, Sprachrhythmus, Tonhöhe und Lautstärke beeinflussen? Das untersucht das DFG-geförderte Projekt „Paralinguistische Stimmmerkmale in Ma

Wie können Intonationsmerkmale dazu beitragen, eine Depression zu überwinden? Das erforschen die mit einer Sachbeihilfe geförderten Wissenschaftler des Projekts „Paralinguistische Stimmmerkmale in Major Depression (ParaStiChaD)“. mehr

Kollaborative Persönlichkeitsforschung

Neurowissenschaftlicher Ansatz
Die Zusammenhänge von gemessenen Hirnströmen und der Persönlichkeit sind immer noch eitgehend unklar. Grund genug für das 2019 bewilligte Projekt „Ein neuer kollaborativer Ansatz für die  neurowissenschaftliche EEG-Persönlichkeitsforschung“, der Sach

Ob jemand glücklich, depressiv oder ängstlich ist, ist im aufstrebenden Feld der  neurowissenschaftlichen Persönlichkeitsforschung von großem Interesse – man nutzt dazu das Elektroenzephalogramm (EEG), das Rückschlüsse darüber zulässt, wie das Gehirn auf bestimmte Reize  reagiert.  mehr

Einheit in die Vielfalt bringen

Analyseverfahren von Texten
„So scholl der Gesang der Okeaniden, / Der schönen, mitleidigen Wasserfraun, / Bis lautere Wogen ihn überrauschten“ – Sprache in Gedichten ist höchst emotional. Das DFG-Schwerpunktprogramm „Computational Literary Studies“ übersetzt sie trotzdem in kü

Wie lassen sich literarische Texte sinnvoll computerbasiert analysieren? Das untersuchen die Forscherinnen und Forscher des 2019 genehmigten Schwerpunktprogramm „Computational
Literary Studies“. mehr

Neue Perspektiven schaffen

Mittelalterliche Philosophie
Von Thomas von Aquin sind unzählige Schriften überliefert, aber nicht alle Texte stammen wirklich aus seiner Feder. Eine DFG-geförderte Datenbank macht über Editionen ersichtlich, ob Texte richtig zugeschrieben werden oder nicht.

Um bei der Fülle von Überlieferungen mittelalterlicher philosophischer Texte einen Überblick zu geben und die Texte recherchierbar zu machen, will ein 2019 gefördertes Projekt eine Datenbank implementieren.  mehr

Spielanleitungen im Fokus

Computerlinguistik
Steine richtig setzen: Spielanleitungen stehen im Fokus der Emmy Noether-Gruppe  Computerlinguistische Methoden zur Missverständnismodellierung für komplexe Anleitungstexte“, die die DFG seit 2019 fördert.

Durch die Anwendung computerlinguistischer Verfahren soll es möglich werden, mehrdeutige Formulierungen zu erkennen und diese zu optimieren. Daran forscht eine Emmy Noether-Gruppe an der Universität Stuttgart.  mehr

Die interaktive Bedienungsanleitung

Künstliche Intelligenz
Kluge Kommunikation: Die Forscherinnen und Forscher von RECOLAGE setzen kleine Steine ein, aus denen sich unterschiedliche Figuren legen lassen. Der Computer kennt die Lösungen und weiß, wie das Endprodukt aussieht, er antwortet situationsangemessen.

Sprachassistenten reagieren bislang eher nicht situationsbezogen, sondern geben nur einfache Antwortsmuster wieder. Wie kann man diese Vorgänge jedoch optimieren und die KI noch intelligenter machen? Daran forscht ein seit 2019 von der DFG gefördertes Projekt.  mehr

Philosophie und MMI

Mensch-Maschine-Interaktionen
Die Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) begegnet uns im Alltag und wirft philosophische Fragen auf, mit denen sich die Medizinerin und Philosophin Orsolya Friedrich in der 2019 von der DFG bewilligten Emmy Noether-Gruppe auseinandersetzt.

Welche Auswirkungen hat Mensch-Maschine-Interaktionen auf der sozialen und gesellschaftlichen Ebene? Das erforscht eine 2019 bewilligte Emmy Noether-Gruppe an der Fernuniversität Hagen.  mehr