Afrika im Fokus

Mit Afrika gemeinsam - Das "Programm Point Sud"

5. September 2018 Veranstaltungen mit Afrika-Bezug

Seit 2009 existiert das Programm „Point Sud", dessen dritte Förderphase 2017 bewilligt wurde. Basierend auf einer Vereinbarung zwischen der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der DFG finanziert das Programm geistes- und sozialwissenschaftliche Veranstaltungen wie Konferenzen, Seminare oder Workshops mit Afrika-Bezug.

Gruppenbild von Teilnehmern des Programms

Die Goethe-Universität übernimmt die finanzielle Unterstützung für die Programmkoordinationsstelle sowie die Infrastruktur des Forschungszentrums „Point Sud" im malischen Bamako, die DFG die jeweiligen Veranstaltungen, für die sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewerben können.Zunächst allein am Forschungszentrum „Point Sud" in Bamako beheimatet, musste für das Programm aufgrund der politischen Ereignisse in Mali im Mai 2012 eine neue Grundlage gefunden werden. Diese bildet seit 2014 ein afrikanisch-deutsches Netzwerk aus inzwischen insgesamt acht Partnerinstitutionen und -universitäten, an denen Veranstaltungen durchgeführt werden.

Das Stellenbosch Institute für Advanced Study (STIAS) finanziert zusätzlich jährlich eine Sommerschule aus eigenen Mitteln. Somit ist
Afrika auch in die Finanzierung aktiv eingebunden. „Afrika ist nicht nur Durchführungsort, Afrika ist auch Co-Autor", erklärt Mamadou Diawara, Gründungsdirektor und Koordinator des Programms „Point Sud" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Auch im Jahr 2017 fand neben dem sechsten Workshop des Programms wieder eine Summer School in Stellenbosch statt.

„Das ist von enormer Bedeutung für Afrika-Studien in Deutschland", betont Diawara. „Es ist das erste Mal, dass ein Sonderprogramm in Afrika zusammen mit afrikanischen Institutionen durchgeführt wird, mit dem Ziel, den Dialog in Afrika zu initiieren. Afrikanische Forschende und Institutionen werden so vernetzt: sowohl auf der Nord-Süd-Achse als auch innerhalb Afrikas sowie mit Forscherinnen und Forschern aus Südamerika und Asien, also auch auf der Süd-Süd-Achse. Zudem wird der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert, Sprachbarrieren und akademische Denktraditionen werden überwunden."

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