Technik und Erkenntnis

Bewundernswerter Erfindungsgeist

25. September 2019 Lichtmikroskopie

Während bei der Großgeräteinitiative zu PET-MRT an allen drei Standorten die gleichen Geräte für unterschiedliche Anwendungen wissenschaftlich erprobt und eingesetzt werden konnten, zielt die 2018 gestartete Großgeräteinitiative „Neuartige, experimentelle Lichtmikroskope für die Forschung“ auf wissenschaftlich anspruchsvolle Geräte mit teils völlig unterschiedlichen Technologien.

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Das hat einen guten Grund: Denn weil moderne Lichtmikroskope zu den am universellsten eingesetzten wissenschaftlichen Geräten gehören, sind ihre Bauweisen entsprechend vielfältig und unterschiedlich. Auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst, ermöglichen sie dann neben einem vergrößerten Blick auch, dynamische Prozesse und unterschiedlichste stoffliche Eigenschaften zu erfassen – oder gar die untersuchten Objekte, Vorgänge und Organismen gezielt zu manipulieren, beispielsweise in der Optogenetik.

Diesem hohen Forschungsnutzen entsprechend werden aktuell in einem sehr hohen Tempo und mit bewundernswertem Erfindungsgeist stetig Geräte mit neuen und innovativen echnologien verwirklicht. Die Wahl, welches Mikroskop für welche Fragestellug am besten ist, fällt da oft schwer. Um eine frühzeitige Evaluation und Erprobung neuester Mikroskopiemethoden an Hochschulen zu erlauben, bewilligte die DFG 13 von 50 beantragten Projekten mit einem Gesamtvolumen von 14,5 Millionen Euro (ohne Programmpauschale). Gefördert werden dabei Lattice Light Sheet-Mikroskope, Minflux-Superresolutions-Mikroskope und Multiphotonen-Mikroskope, die vor allem in den Lebenswissenschaften zum Einsatz kommen, aber auch spezielle material- und ingenieurwissenschaftliche Mikroskopsysteme. Bei einem Teil der geförderten Projekte wird zusätzlich zu den Mikroskopen wissenschaftliches Personal von der DFG finanziert, um die notwendige Kompetenz für einen Einsatz in den unterschiedlichen Vorhaben sicherzustellen. Über die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen hinaus sind die Standorte angehalten, die Technologien durch Workshops und Öffentlichkeitsarbeit bekannt zu machen und zusätzlich einen Anteil der Nutzungszeit für Projekte Dritter zu öffnen.