Impulse für das Digitale

Digitalität und Förderhandeln

14. August 2018 Bedeutung für die Wissenschaften

Im März 2017 startete die DFG selbst ein Projekt, das ihre Positionierung zu den Auswirkungen des Digitalen auf die Wissenschaften, das Förderhandeln und die Politikberatung vorbereiten soll. Dabei ging es zunächst um einen Überblick zu wesentlichen Dimensionen und aktuellen Fragen des digitalen Wandels aus Sicht unterschiedlicher Disziplinen.

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Nach einer sechsmonatigen Konzeptionsphase sollen in der Hauptphase des Projekts systematisch Rolle und Bedeutung des Wandels in den Wissenschaften definiert werden – nicht als akademische Fingerübung, sondern als Basis für zukünftige Förderarbeit. In welche Richtung muss sich die Infrastrukturförderung entwickeln, um der aktuellen Veränderungsdynamik Rechnung zu tragen? Diese Frage hat den Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) 2017 unter anderem im Rahmen einer von mehreren Kommissionen und Arbeitsgruppen vorbereiteten Klausurtagung intensiv beschäftigt. Auf der Agenda standen neben grundlegenden Förderprinzipien und Rahmenbedingungen die Erschließung und Digitalisierung von Informationsressourcen, die vielschichtige Open-Access-Transformation und schließlich das Management von Forschungsdaten.

Ohne wissenschaftspolitische Positionierungen würde eine strategisch ausgerichtete Arbeit in der Luft hängen. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit Partnern am Forschungsstandort. So unterstützt die DFG seit Beginn die Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Die Initiative wird nun von 2018 bis 2022 fortgesetzt. „Nachdem die Transformation von analogen Medien zu digitalen Objekten heute weit fortgeschritten ist“, heißt es im Leitbild für die kommenden fünf Jahre, „spielen nun genuin digitale Phänomene die wesentliche Rolle. Dazu zählen etwa die grenzüberschreitende Vernetzung der Forschung und Lehre auf digitalen Plattformen, neue Formen der digitalen Publikation in der Wissenschaft und deren Bewertung als Forschungsleistung, die maschinelle Analyse und Interpretation großer Mengen von Forschungsdaten oder die Bedeutung guter wissenschaftlicher Praxis im digitalen Zeitalter.“ Von dieser Grundlage aus werden acht Handlungs- und Zukunftsfelder identifiziert, um Querschnittsthemen wie Open Access, Open Science oder Forschungsdaten von verschiedenen Seiten anzugehen.

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