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eResearch-Technologien

12. Januar 2021 Suche nach Autorinnen und Autoren

Verbessert werden soll auch die Suche nach Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Publikationen. Mit der Open Researcher and Contributer ID, kurz ORCID iD, soll sich das ändern.

@-Zeichen

Dabei handelt es sich um eine individuelle Zeichenkombination, die einer bestimmten Person zugeordnet ist, wie bei Sozialversicherungsnummern und Steuernummern. Vergeben werden die IDs von der Non-Profit-Organisation ORCID, zu deren Mitgliedern auch die DFG zählt. Das von der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) initiierte Projekt ORCID DE, das die DFG von 2016 bis 2019 förderte, hat die Einführung von ORCID iDs in der deutschen Wissenschaft vorangetrieben.

In dieser Zeit haben sich die in Deutschland registrierten IDs von rund 40 000 auf über 168 000 vervierfacht. Das ORCID Deutschland Konsortium ist mit sechs Partnern gestartet, inzwischen engagieren sich mehr als 50 wissenschaftliche Einrichtungen als Mitglied. Auch die DFG selbst setzt Anreize zur Nutzung: Seit 2019 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre ORCID iD im DFG-Antragsportal eingeben.

Alle Vorhaben zeigen: Vernetzung und Selbstorganisation sind zentrale Elemente, um im Zeitalter der Digitalisierung den Zugriff etwa auf Literatur und Forschungsdaten sicherzustellen. Aber solche Prozesse sind keine Selbstläufer. Die DFG wird die Fachcommunities auch weiterhin auf viele Arten unterstützen und immer wieder überprüfen, ob sie ihre Fördermaßnahmen anpassen muss.