Veranstaltungsbericht

Kontinuität der GAIN-Treffen als Ausdruck der „Weltoffenheit der deutschen Wissenschaften“

21. September 2018 18. GAIN-Jahrestagung in Boston

„Die jährlichen GAIN-Treffen sind gerade in ihrer Kontinuität Ausdruck nicht nur der Weltoffenheit, sondern gerade auch der Weltzugewandtheit der deutschen Wissenschaften“, sagte DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider zum Auftakt der 18. Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) vom 7. bis 9. September 2018 in Boston.

Rund 100 Aussteller brachten auf der „Talent Fair“ an ihren Ständen Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Themen und Angebote näher. Hier wie auch in Workshops, Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden zu den verschiedenen Disziplinen und beruflichen Entwi

Das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und der DFG in bewährter Kooperation veranstaltete größte Treffen für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler außerhalb Europas widmete sich in diesem Jahr aktuellen Fragen der Wissenschaftspolitik und des Wissenschaftssystems in Deutschland. Zudem standen die beruflichen Perspektiven und Möglichkeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Fokus. Über 300 in den USA und Kanada tätige deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und mehr als 100 junge internationale Forscherinnen und Forscher waren angereist, um sich zu informieren und auszutauschen. Zum GAIN-Treffen kamen außerdem zahlreiche Repräsentantinnen und Repräsentanten der deutschen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Die DFG lud ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten am zweiten Abend der GAIN-Jahrestagung zu ihrem 3. Stipendiatenabend ein. Unter die mehr als 100 von der DFG geförderten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mischten sich auch die anwesenden Mitglieder des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, die im direkten Austausch von persönlichen Erfahrungen, Vor- und Nachteilen beider Forschungsstandorte erfuhren. Bereits zuvor waren die Abgeordneten auf Einladung des Präsidenten der DFG, Peter Strohschneider, und der Generaksekretärin, Dorothee Dzwonnek, mit in den USA und Kanada lebenden und forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammengekommen, die im Rahmen der ExzellenzStrategie des Bundes und der Länder gutachtend tätig gewesen sind. Bei dem außerordentlich ertragreichen und im Hinblick auf die für Ende September erwarteten ersten Förderentscheidungen in der Exzellenz-Strategie äußerst aktuellen Gedankenaustausch über Prinzipien und Strategien öffentlicher Forschungsförderung konnten die MdBs aus erster Hand Einblicke in die derzeitige Situation in Nordamerika erhalten und dabei auch die „benchmarks“ des Wettbewerbs besser kennenlernen.

Dass der globale Wettbewerb im Bereich Wissenschaft und Forschung mittlerweile auch in den USA verschärft wahrgenommen wird, wurde auch in den Gesprächen deutlich, die DFG-Präsident Peter Strohschneider im Anschluss an die GAIN-Jahrestagung in Washington, DC führte. Im Hinblick auf den Forschungsstandort Deutschland findet der verschärfte Wettbewerb allerdings Ausdruck in einem deutlich gestiegenen Interesse an wissenschaftlicher Zusammenarbeit: So vereinbarten der DFG-Präsident mit der Direktorin der National Science Foundation (NSF), France Córdova, die Planung einer nächsten gemeinsamen DFG-NSF Research Conference. Bei einem abendlichen Zusammenkommen mit den Spitzen amerikanischer Forschungs- und Förderorganisationen betonten alle Teilnehmer/innen die bei allen transatlantischen Dissonanzen in anderen Politikbereichen gemeinsam geteilten Prinzipien in der Wissenschaft und Forschungsförderung.