Auszeichnung

Jungforscher erhalten einen ersten Preis und zwei Sonderpreise

18. September 2019 Europa-Preisträger der DFG auch bei EUCYS erfolgreich

Es waren die wohl bisher aufregendsten Tage in ihrem jungen Forscherleben: Die fünf zuvor mit dem Europa-Preis der DFG ausgezeichneten jungen Männer Paul Kunisch (17) und Thomas Derra (16), Felix Sewing (18) und Alex Korocencev (18) sowie Constantin Tilman Schott (16) durften ihre Projekte nun während des europäischen Nachwuchsforscherwettbewerbs im bulgarischen Sofia vorstellen. Beim diesjährigen "European Union Contest for Young Scientists", kurz EUCYS, wurden eine Teamarbeit und ein Einzelprojekt erneut ausgezeichnet.

v.l.n.r.: Michael Stefan (Betreuer), Constantin Tilman Schott, Alex Korocencev, Felix Sewing, Thomas Derra, Paul Kunisch, Dr. Sven Basio (Geschäftsführender Vorstand Jugend forscht)

Ein erster Preis und zwei Sonderpreise

Das Zweier-Team aus Alex Korocencev und Felix Sewing erhielt den mit 7000 Euro dotierten ersten Preis für ihr "Hoverboard – a Magnetically Levitated Vehicle". Die beiden dürfen sich außerdem über einen Sonderpreis freuen: eine Einladung zum "International Youth Science Seminar" in Stockholm, wo sie auch der diesjährigen offiziellen Nobelpreisverleihung beiwohnen werden.

Die beiden Jungforscher der Physik hatten die Idee für ihr "Hoverboard" im Rahmen des "Jugend forscht"-Bundeswettbewerbs entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion mit vier rotierenden Scheiben, die über einer Metallplatte schwebend ein Magnetfeld mit enormer Abstoßung erzeugen. Die Rotorscheiben sind zudem so flexibel, dass das Board gezielt gesteuert werden kann. Ziel ihrer Forschung sei es, dass diese Technik vielleicht in der Entwicklung von Magnetschwebebahnen eingesetzt werden kann – und die Züge der Zukunft damit effizienter und vor allem sehr viel schneller werden als bisher, erklärten Alex Korocencev und Felix Sewing im Vorbereitungsworkshop in der DFG-Geschäftsstelle im August.

Auch Constantin Tilman Schott war mit seinem ganz eigenen Projekt bei EUCYS in Sofia erfolgreich: Seine eigens entwickelte Software für die Röntgendiagnostik wurde ebenfalls mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Nämlich die Teilnahme am "National Workshop on Coding Theory" im November im bulgarischen Chiflika. "Von Constantin werden wir sicher noch viel hören", so Mentor Dr. Felix Nensa, Oberarzt am Universitätsklinikum Essen: "Er hat sich ganz eigenständig in das komplexe Thema 'Deep Learning' in der medizinischen Bildgebung eingearbeitet und das hat das gesamte Team nachhaltig beeindruckt." Nensa ist einer derjenigen Mentoren, die die DFG den fünf Europapreis-Trägern zur Vorbereitung auf den EUCYS-Wettbewerb zuvor zur Seite gestellt hatte. Immerhin mussten die Fünf ihre Vorträge in Sofia in englischer Sprache vor einer internationalen Jury abhalten. Um die optimale Präsentation einzuüben, waren die Jungen im August zudem für ein Präsentations-Coaching in der Geschäftsstelle in Bonn zu Besuch.