Internationales

DFG intensiviert Zusammenarbeit mit der Lomonossow Universität Moskau

12. Oktober 2018 Ausbau der Kooperation mit der MSU

Anlässlich des All Russian Science Festival reiste DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider Mitte Oktober nach Moskau, um die Zusammenarbeit mit der bedeutendsten Universität Russlands, der Lomonossow Universität, auszubauen. Zudem besuchte die DFG-Delegation ihre russischen Partnerorganisationen und weitere Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Moskau.

DFG-Präsident Professor Strohschneider und MSU-Rektor Sadovnichy unterzeichnen Letter of Intent bei der Eröffnung des allrussischen Wissenschaftsfestivals an der Lomonossow-Universität Moskau

Im Mittelpunkt der Reise stand der Ausbau der Kooperation mit der Staatlichen Universität Moskau (MSU). Auch unter dem Namen Lomonossow-Universität bekannt, ist sie unbestritten die bedeutendste und prestigeträchtigste Universität Russlands und hat in vielerlei Hinsicht - auch in ihrer Finanzierung - einen herausgehobenen Status im russischen Universitätssystem. Mit ihren etwa 47.000 Studierenden, etwa 4.000 davon kommen aus dem Ausland, einem starken Forschungsprofil und ihrer internationalen Ausrichtung ist die 1755 per Dekret von Elisabeth I. und auf Anregung des Universalgelehrten und Schriftstellers Michail Lomonossow gegründete Universität für das deutsche Wissenschaftssystem von besonderem Interesse - die Vielzahl bestehender DFG- Förderungen und Partnerschaften mit deutschen Universitäten ist dafür nur ein Indiz.

Im Rahmen der Eröffnung des allrussischen Wissenschaftsfestivals vor rund eintausend Gästen in der Fundamentalbibliothek der Universität und im Beisein des russischen Wissenschaftsministers Mikhail Kotjukov,der Bildungsministerin Olga Vasilieva und dem Vizepräsidenten der Russischen Akademie der Wissenschaften Alexej Khokhlov unterschrieben Peter Strohschneider und Viktor Sadovnichiy als langjähriger Rektor der MSU eine gemeinsame Absichtserklärung über die zukünftige Zusammenarbeit. Ziel ist es, deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern neue Wege der Kooperation und Kofinanzierung von Forschungsvorhaben zu ermöglichen.

DFG-Präsident Professor Strohschneider mit den Vizepräsidenten der Russischen Akademie der Wissenschaften Yury Balega

Auch in der Vergangenheit hat die DFG bereits erfolgreich mit der MSU zusammengearbeitet. Bereits dreimal richtete die DFG gemeinsam mit der MSU Vorlesungen mit Leibniz-Preisträgern aus - zuletzt im Jahr 2017 an der Physikalischen Fakultät mit dem DFG-Vizepräsidenten Professor. Dr. Wolfgang Ertmer im Bereich der Quantenoptik. Zudem sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MSU sehr erfolgreich in der Einwerbung von Drittmitteln im Rahmen der themenoffenen Ausschreibungen der DFG gemeinsam mit der RFBR und der RSF. Auch DFG-geförderte Internationale Graduiertenkollegs sind immer wieder realisiert worden.

Den Auftakt der Reise bildete eine Gesprächsrunde mit dem deutschen Botschafter in Moskau, Rüdiger Freiherr von Fritsch, der der DFG-Delegation die Möglichkeit bot, sich mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern des neugegründeten russischen Wissenschaftsministeriums, der Russischen Akademie der Wissenschaften sowie den Spitzen der DFG-Partnerorganisationen RFBR und RSF über wissenschaftspolitische Entwicklungen in Deutschland und Russland auszutauschen. Auch deutsche Mittlerorganisationen wie das Deutsche Historische Institut (DHI Moskau), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Deutsche Wissenschafts - und Innovationshaus (DWIH) und die Helmholtz Gemeinschaft waren in die Residenz geladen.

Des Weiteren besuchte die DFG-Delegation die Higher School of Economics (HSE) und das Deutsche Historische Institut in Moskau In der Russischen Akademie der Wissenschaften traf sich die DFG-Delegation mit den Vizepräsidenten Yury Balega und Nikolaj Makarov. Auch hier wurden die Möglichkeiten der Intensivierung der Kooperation diskutiert. Die DFG verbindet eine lange gemeinsame Geschichte mit der Akademie - bereits seit 1970 kooperieren beide Organisationen miteinander und begehen im Jahr 2020 ihr 50-jähriges Jubiläum.

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