Internationales

GRC-Regionaltreffen für Subsahara-Afrika in Swakopmund in Namibia

16. November 2015 DFG unterstützt GRC-Regionalkonferenz

Die DFG bemüht sich verstärkt um die Länder Subsahara-Afrikas, seit dem von ihr gemeinsam mit dem Nationalen Forschungsrat Brasiliens (CNPq) ausgerichteten Jahrestreffen des Global Research Councils (GRC) im Mai 2013 in Berlin, an dem erstmals auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Förderorganisationen und -einrichtungen teilgenommen hatten.

Regionalkonferenz des Global Research Councils in Swakopmund

In Subsahara-Afrika etablieren sich zurzeit interessante Wissenschaftssysteme und ihre Einbindung ist aus Sicht der DFG entscheidend für dessen weltweite Akzeptanz. Bereits im vergangenen Jahr engagierte sich die DFG deshalb gemeinsam mit der Japan Society for the Promotion of Science (JST) im Rahmen des Regionaltreffens für die Region Subsahara-Afrika. Sie unterstützte zwei begleitende akademische Symposien zu Agrarwissenschaften und Infektiologie und finanzierte die Teilnahme von ausgewählten Wissenschaftlerinnen, die – gefördert von der DFG oder der Alexander von Humboldt-Stiftung – bereits in Deutschland als Gastwissenschaftlerinnen geforscht hatten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Regionalkonferenz in Namibia

Die DFG als offizielle Partnerin des GRC-Regionaltreffens für Subsahara-Afrika

Nach dieser erfolgreichen Kooperation im Vorjahr boten nun die National Research Foundation (NRF) Südafrikas und die National Commission on Research, Science and Technology (NCRST) Namibias der DFG eine offizielle Partnerschaft mit Blick auf das diesjährige GRC-Regionaltreffen an. Das Treffen, das am 16. und 17. November 2015 in Swakopmund, Namibia, stattfand, brachte wieder zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Förderorganisationen und -einrichtungen zusammen. Während der wissenschaftspolitische Teil des Treffens auf die beiden Themen des nächsten GRC-Jahrestreffens – „Interdisciplinarity“ und „Equality and the Status of Women in Research“ – fokussierte, hatten die namibischen Gastgeber zu einem begleitenden akademischen Symposium zu den Themen Manufacturing und Energy eingeladen.

Meike Tilebein, Leiterin des Instituts für Diversity Studies in den Ingenieurwissenschaften an der Universität Stuttgart und Leiterin des Zentrums für Management Research der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf, stellte in diesem Rahmen auf Einladung der DFG die neuen Produktionsprozesse der Textilindustrie im Zeichen von Industry 4.0 vor. Im Anschluss hielt sie in der wissenschaftspolitischen Sektion einen viel gelobten Vortrag zum Thema „Frauen und Gleichstellung in der Wissenschaft“. Weitere Präsentationen im akademischen Symposium behandelten etwa die Entwicklung neuer Materialien und Beschichtungen. Die Vorträge zum Thema Energy stellten heraus, dass auf der Basis der natürlichen Ressourcen Namibias alternative Energiequellen wie Solar- und Windenergie einen größeren Teil der Energieproduktion einnehmen können und sollten.

Für die DFG bot das Treffen eine hervorragende Gelegenheit, sich als Förderorganisation und Vorbild mit hoher Sichtbarkeit in Subsahara-Afrika zu positionieren und sich gemeinsam mit ihren Partnern für möglichst gute Rahmenbedingungen einzusetzen, um grenzüberschreitende Kooperationen in Wissenschaft und Forschung zu ermöglichen und auf eine nachhaltige Grundlage stellen zu können – und so die Forschung in Deutschland international zu unterstützen.

Global Research Council

Seit 2012 engagiert sich die DFG im Global Research Council (GRC), einem weltweiten Verbund von Forschungsförderorganisationen, der sich zum Ziel gesetzt hat, internationale Kooperation in der Wissenschaft zu fördern und insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländern Unterstützung beim Aufbau ihrer Wissenschaftssysteme und Förderstrukturen anzubieten.