Internationales

Politics meets Science – wissenschaftlicher Rat für die UNO

7. Februar 2014 Scientific Advisory Board (SAB)

Die Vereinten Nationen (UN) setzen verstärkt auf den Rat der Wissenschaft. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat am 30. Januar 2014 im Auswärtigen Amt in Berlin mit dem Scientific Advisory Board (SAB) ein hochrangiges wissenschaftliches Gremium einberufen, dessen 26 Mitglieder aus aller Welt unter anderem zu Fragen des globalen Wandels und im Bereich der Nachhaltigkeit beraten sollen.

Die Mitglieder des neugegründeten SAB

DFG-Präsident Professor Peter Strohschneider betonte am Rande der Auftaktveranstaltung: „Forschende müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Dass wissenschaftliche Expertise nun auf international höchster Ebene einfließt, begrüßt die DFG sehr.“ Die deutsche Wissenschaft ist mit Professor Jörg-Hinrich Hacker, Präsident der Leopoldina und langjährigem Vize-Präsidenten der DFG, unter den 13 Männern und 13 Frauen des Gremiums vertreten. Die DFG wird mit ihren Gremien wie dem Nationalkomitee „Future Earth“ und den entsprechenden Senatskommissionen das SAB unterstützen. Wie in der Satzung der DFG formuliert, berät sie auch durch dieses Engagement „Parlamente und Behörden in wissenschaftlichen Fragen und pflegt die Verbindungen der Forschung zur Wirtschaft und zur ausländischen Wissenschaft.“

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon mit Professor Martin Visbeck, Vorsitzender von Future Earth, und DFG-Präsident Professor Peter Strohschneider (v.r.n.l.)

Die 26 Mitglieder des SAB vertreten die verschiedenen Forschungsdisziplinen und bilden eine breite Agenda ab. Unter den Vertretern aus aller Welt – von Ägypten bis Südafrika – sind mit Professor Ada E. Yonath aus Israel und Professor Ahmed Zewail aus Ägypten auch zwei Nobelpreisträger der Chemie. Sie erhielt diese Auszeichnung 2009. Das hochkarätige Gremium soll, wie es in dem Mandat heißt: „Die Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik stärken“ – ganz im Sinne des Mottos „Politics meets Science“. Darüber hinaus soll es sicherstellen, dass das UN-System aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse angemessen in seinen politischen Diskussionen die Entscheidungen berücksichtigen kann.

Die Gründung des SAB hatte Generalsekretär Ban Ki-Moon im September 2013 bekanntgegeben. Zuvor hatte das „UN High-Level Panel on Global Sustainability“ in seinem Abschlussbericht „Resilient People, Resilient Planet: A Future Worth Choosing“ im Januar 2012 eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik sowie die Einrichtung eines solchen Gremiums vorgeschlagen.