Die Geschichte der DFG

Die Geschichte der Notgemeinschaft - Forschungsförderung in den 1920er Jahren

Dieses Dossier gibt einen Überblick über die Geschichte der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft als Vorgängerorganisation der DFG. Von der Entstehung in "Zeiten der Not" über die Inflationszeit bis hin zur Pamir-Expedition 1928.

Notgemeinschaftsausschuss 1924 mit Fritz Haber (v.l.) und Max Planck (Mitte)

Die Entstehung der Notgemeinschaft

Gründungszeit
Artikel enthält folgende Inhalte:
Auszug aus der Satzung der Notgemeinschaft vom 30. Oktober 1920

Im Jahr 1920 ist die „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft – e.V.“ gegründet worden, um „die der deutschen wissenschaftlichen Forschung durch die gegenwärtige wirtschaftliche Notlage erwachsene Gefahr völligen Zusammenbruchs abzuwenden.“ mehr

Die Anfangsjahre des Bestehens

Die ersten Jahre der Notgemeinschaft
Artikel enthält folgende Inhalte:
Notgemeinschaftsausschuss 1924 mit Fritz Haber (v.l.) und Max Planck (Mitte)

Die Notgemeinschaft mietete für die Geschäftsstelle Räume im Berliner Schloss. Dieses wurde ab 1918 nicht mehr vom Staat genutzt: Neben dem Schlossmuseum zogen Vereine und Institutionen ein – so auch die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und ab 1925 der neu gegründete DAAD. mehr

Die Inflation von 1923

Druck der Geldentwertung
Artikel enthält folgende Inhalte:
Überweisung von 70 Billionen Mark an Frau von Wrangell, Professorin für Chemie, für Forschungsarbeiten an der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

Seit ihrer Gründung hatte die Deutsche Notgemeinschaft mit der Inflation zu kämpfen. Schon die Jahre 1921 und 1922 waren von der Geldentwertung geprägt. Im Jahr 1923 stand die Notgemeinschaft kurz davor, aufgelöst zu werden. mehr

Vom forschungspolitischen „Krisenmanagement“ zur Schwerpunktbildung

Gemeinschaftsarbeiten
Artikel enthält folgende Inhalte:
Schreiben des Reichpräsidenten Friedrich Ebert an Friedrich Schmidt-Ott, 1924

Die Notgemeinschaft konnte in den Jahren der Inflation nur „forschungspolitisches Krisenmanagement“ betreiben, an eine planende und vorausschauende Forschungsförderung war nicht zu denken. Nach der Währungsreform entstehen die "Gemeinschaftsarbeiten". mehr

Die Pamir-Expedition 1928

Ein Gletscher für die Notgemeinschaft
Artikel enthält folgende Inhalte:
Der Notgemeinschaftsgletscher (l.) und der Gletscher Tanimas 2

Die Notgemeinschaft erweiterte ab 1925 ihr Förderspektrum um „Gemeinschaftsaufgaben“, die über eine Einzelförderung hinausgingen. Die bekanntesten unter ihnen waren in der Weimarer Zeit die Expedition des Vermessungsschiffes Meteor 1925 bis 1927 und die Pamir-Expedition 1928. mehr

100 Jahre Forschungsförderung - Von Politik und Wissenschaft

Videostatements
Artikel enthält folgende Inhalte:
Dr. Ernst Dieter Rossmann, Dr. Wolfgang Schäuble, Prof. Dr. Katja Becker (v.l.)

1920 wurde die „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“, Vorgängerorganisation der DFG gegründet. Statements von Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des deutschen Bundestags, der Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Dr. Ernst Dieter Rossmann, und DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker anlässlich dieses Jahrestags. Externer Linkzur Playlist

Zur Geschichte des Stifterverbandes

Der Stifterverband ist der DFG und ihrer Vorgängerorganisation, der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, eng verbunden. Das Merton-Magazin des Stifterverbandes nutzt das Jubiläumsjahr, um sich geschichtlichen Themen zu widmen.

Cover Notgemeinschaften der Wissenschaft

Notgemeinschaften der Wissenschaft

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in drei politischen Systemen, 1920 bis 1973, von Patrick Wagner

In der Reihe "Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft", Band 12

Externer LinkZum Band auf der Seite des Franz Steiner Verlags

Weitere Informationen

Historische Förderfälle in GEPRIS Historisch


Die im Jahr 2020 anlässlich des hundertsten Gründungstages der DFG-Vorgängereinrichtung „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ veröffentlichte Datenbank GEPRIS Historisch macht mehr als 50.000 Förderfälle der Jahre 1920 bis 1945 unter Beteiligung von über 13.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern recherchierbar. Das System wird ergänzt um einen umfangreichen Textapparat, der in mehreren Kapiteln auch auf Fragestellungen mit Bezug zu den Gründungsjahren der Notgemeinschaft eingeht.

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