Die Geschichte der DFG

Nach dem zweiten Weltkrieg

Dieses Dossier nimmt die Zeit vom Kriegsende bis zur Gründung der DFG 1951 in den Blick und zeigt, wie aus der Notgemeinschaft, die nach dem zweiten Weltkrieg im wahrsten Sinn des Wortes notdürftig die Arbeit wiederaufnahm, die DFG mit ihrer bis heute weitgehend gültigen Satzung wurde.

Geschäftsstelle der Bonner Notgemeinschaft in der Büchelstraße in Bad Godesberg von 1949 bis 1954. Im Gebäude befand sich auch das Juristische Seminar der Universität Bonn.

Die Stunde null

„Zu retten, was noch zu retten ist“
Haus der Deutschen Forschung, 1940

Unmittelbar nach dem Ende des zweiten Weltkriegs stand die damalige Notgemeinschaft vor der Aufgabe, im vom Amerikanern und Russen besetzten Berlin seinen Betrieb aufrecht zu erhalten beziehungsweise wieder einsatzfähig zu machen. mehr

1945-1951: Von der Bonner Notgemeinschaft zur DFG

Gründungszeit
Geschäftsstelle der Bonner Notgemeinschaft in der Büchelstraße in Bad Godesberg von 1949 bis 1954. Im Gebäude befand sich auch das Juristische Seminar der Universität Bonn.

Auch wenn es der Berliner Notgemeinschaft gelang, ihren Geschäftsgang notdürftig weiterzuführen, bereiteten die wissenschaftspolitischen Entscheidungsträger in den westdeutschen Besatzungszonen den Weg zur Bildung einer neuen Notgemeinschaft, die 1949 gegründet wurde und ihren Sitz in Bonn hatte. mehr

1945-1950: Die Berliner Notgemeinschaft

Von der Aufrechterhaltung bis zur Auflösung
Aufhebung der Vermögenskontrolle durch die Treuhänderschaft am 29.3.1951

Die Berliner Notgemeinschaft mit ihren Geschäftsführern Dr. Karl Griewank und später Prof. Stuchtey setzte sich zum Ziel, trotz unsicherer rechtlicher Rahmenbedingungen und begrenzter finanzieller Möglichkeiten ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, um in Zukunft als gesamtdeutsche Forschungsförderorganisation wieder in größerem Rahmen wirken zu können. mehr

Die Geschichte der Akten

Wiederauffinden von Akten
Schreiben Dr. Ing. Kammüller, Prof. an der Techn. Hochschule Karlsruhe an die Notgemeinschaft 31.10.1949

Als die Akten der Berliner Notgemeinschaft, in 65 Kisten verpackt und per Lufttransport versendet, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn im Januar 1952 in Empfang genommen wurden, hatten sie eine lange Reise hinter sich. Über die Wege der Dokumente, vom Berliner Schloss über Evakuierungsorte in Mitteldeutschland bis hin zu einem Raum in der Freien Universität Berlin soll hier berichtet werden mehr

Apparate und Instrumente im Kriegs- und Nachkriegschaos

Aufspüren verschollener Gerätschaften
Auszug des Rundbriefes der Bonner Notgemeinschaft an die Universitäten: Bitte um Meldung von Leihgaben.

In den Jahren nach 1945 sahen es Universitäten, die Notgemeinschaft in Berlin und später auch die Bonner Notgemeinschaft als dringlich und wichtig an, die ausgelagerten Apparatebestände der Notgemeinschaft oder die an Universitäten ausgeliehenen Instrumente aufzuspüren, um sie wieder der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. mehr

Die Geschäftsstelle

Die Angestellten der DFG
Die erste Heimstatt der DFG-Geschäftsstelle nach dem Zweiten Weltkrieg: Eine Villa am Rhein; Bad Godesberg 1950

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben unter sehr schwierigen Umständen gearbeitet und zeitweise sogar nur ehrenamtlich, da ihre Gehälter nicht ausgezahlt werden konnten. Die Lebensläufe der Angestellten geben Aufschluss über Arbeitsbereiche der Notgemeinschaft vor 1945 und gewähren einen Einblick in die schwierigen Arbeitsverhältnisse im gespaltenen Berlin in Ost- und Westsektor. mehr

Weitere Informationen

Zugang zu den historischen Akten

Erschließungsinformationen zu den Förderakten und weiteren Dokumenten der Notgemeinschaft und der DFG aus der Zeit bis nach dem Zweiten Weltkrieg (Bestandssignatur R 73) finden sich in der Rechercheanwendung invenio des Bundesarchivs. Förderakten finden sich in der Kategorie "nicht klassifiziert", weitere Dokumente mit einem Klick auf den Pfeil bei R 73.

Hinweise zur genutzten Literatur und den Fundorten

Ansprechperson