Aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten aus der DFG

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie stellt auch die DFG und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie extern Mitwirkende vor neue Herausforderungen. Die allermeisten arbeiten derzeit im Homeoffice und gehen dort ihren Aufgaben und dem Förderhandeln weiter nach. Welche Neuigkeiten sich aus der Situation ergeben, lesen Sie hier.

Fachkollegien konstituieren sich virtuell

Im Hinblick auf die aktuellen Einschränkungen sind derzeit keine Präsenzsitzungen möglich. Die neu gewählten Fachkollegien haben dennoch begonnen, sich zu konstituieren – und das in ungewöhnlicher Weise virtuell. "Die technischen Herausforderungen kennen wohl alle, die derzeit im Homeoffice Konferenzen abhalten", sagt Christiane Burgbacher als Direktorin und Leiterin des Teams Fachkollegien und Qualitätsmanagement in der Gruppe Qualitäts- und Verfahrensmanagement. Dennoch hätten bereits einige Sitzungen per Telefon- oder Videokonferenz stattgefunden. Christiane Burgbacher und ihr Team hatten viele der dafür erforderlichen Unterlagen zusammengetragen, erstellt und digital zur Verfügung gestellt. Etwa Präsentationsfolien, Vortragszusammenfassungen oder Infopakete zu den Themen Wissenschaftliche Integrität, insbesondere zu Fragen der Vertraulichkeit und Befangenheiten und dem Prozedere zum Beschluss der Geschäftsordnungen in den Fachkollegien. Hervorzuheben seien dabei auch die wichtigen Beiträge von den Teams Wissenschaftliche Integrität und Chancengleichheit. "Auch der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus den fachlich zuständigen Teams, die die einzelnen Konstituierungen federführend vorbereitet haben, war durchweg unkompliziert. Ein Dank gilt natürlich auch der Unterstützung aus der IT-Gruppe", so Christiane Burgbacher, und: "Bei all diesen Sitzungen war bisher immer eine wirklich gute Atmosphäre – alles sehr konstruktiv, unkompliziert und zugewandt."

Und obwohl zunächst nicht klar war, ob es in Sitzungen ohne Präsenzen so einfach möglich wäre, alle Mitglieder der Fachkollegien in die Arbeit einzuführen und ihnen die Aufgaben und Grundlagen dafür zu vermitteln, sei dies für den ersten Start gelungen. Basisregularien wie der Kodex mit den Leitlinien zur guten wissenschaftlichen Praxis, inklusive Vertraulichkeit und Befangenheit, seien alle in den rund zweistündigen Sitzungen angesprochen und Fragen geklärt worden. Auch die für eine Konstituierung maßgebliche Verabschiedung einer Geschäftsordnung eines Fachkollegiums habe man erreichen können. Mit diesen guten Erfahrungen können Konstituierungen von Fachkollegien auch weiterhin virtuell per Telefon- oder Videokonferenz erfolgen. 18 der bislang konstituierten 27 von insgesamt 49 Fachkollegien haben ihren Amtsbeginn über diesen virtuellen Weg erreicht. Falls nötig, könne dieses Mal der Beschluss der Geschäftsordnung als konstituierender Akt auch in einem elektronischen Abstimmungsverfahren, beispielsweise per E-Mail, erfolgen, sagt Christiane Burgbacher. Bis Ende Juli wird voraussichtlich der größte Teil der neugewählten Fachkollegien konstituiert sein.

Nachtrag: Mit den konstituierenden Sitzungen der Physik-Fachkollegien 308, 309 und 311 am 16. Juli 2020 hat die Amtsperiode für alle 2019 neu gewählten Fachkollegien begonnen. Die Pandemie hat die Konstituierungen, die in diversen Formaten erfolgten, gegenüber 2016 um nur sechs Wochen verzögert. 

Mitarbeitende aus Auslandsbüros zurück

Aufgrund der weltweiten Ausbreitung der Corona-Pandemie hat die DFG Mitarbeitende der Gruppe Externer LinkInternationale Zusammenarbeit (I-IZ) vorerst aus den Externer LinkAuslandsbüros zurück nach Deutschland geholt. Aus Indien etwa kam mit einem Rückholflug des Auswärtigen Amtes  Dr. Matthias Kiesselbach mit seiner Familie am 27. März zurück. Die Familie lebt und arbeitet seit Juli 2017 in Delhi. Vorübergehend wohnt Matthias Kiesselbach nun mit seiner Frau und den zwei Töchtern in der Eifel, wo sie auf eine baldige Normalisierung der Situation in Delhi warten und hoffen. "Wann es wieder zurück geht, ist derzeit natürlich völlig offen", sagt Matthias Kiesselbach. "Aber wir sind auch froh über die reibungslose Rückreise und den sicheren Aufenthaltsort hier in Deutschland." Das Indienbüro sei seit Mitte März 2020 geschlossen. Alle Kolleginnen und Kollegen dort arbeiten im Homeoffice. Sie seien wohlauf und es mangele ihnen derzeit an nichts.

Auch konnte Dr. Kathrin Winkler, geplant bis 1. Mai 2020 in ihrer Funktion als Leiterin der DFG-Auslandsbüros in Lateinamerika, in den letzten Tagen vorzeitig, aber gesund mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes aus Sao Paulo nach Bonn zurückkehren. Dr. Rainer Gruhlich, bis 1. Mai 2020 Büroleiter des DFG-Auslandsbüros Nordamerika, befindet sich ebenfalls wieder an seinem Dienstort in Bonn.

Sämtliche Auslandsbüros der DFG sind aufgrund der Corona-Pandemie derzeit geschlossen. Der jeweilige Betrieb wird von allen Mitarbeitenden vor Ort sowie von Bonn aus nach besten Kräften aus dem Homeoffice aufrechterhalten.

Infosysteme gefragte Recherche-Tools

Derzeit sind bei der DFG Informationen rund um die Corona-Pandemie stark nachgefragt: "Wir verzeichnen insbesondere in der Projektdatenbank GEPRIS außergewöhnlich viele Suchanfragen zu den Themen Virologie, Infektiologie oder Angstforschung“, so Dr. Jürgen Güdler, Leiter der Gruppe Informationsmanagement. Es werde in den digitalen DFG-Infosystemen gezielt nach entsprechenden Begriffen, Expertinnen und Experten gesucht. Antragsstellende, Geförderte und Journalisten finden über die digitalen Datenbanken hinaus Aktuelles zur Arbeit der DFG in der Corona-Sondersituation unter: Externer Linkwww.dfg.de/corona_news

Gemeinsam weiter #fürdasWissen entscheiden

Auch die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle sind im Homeoffice und gehen dort dem Förderhandeln weiter nach. In der jetzigen Zeit trifft der #DFG2020-Claim im doppelten Sinne zu: Gemeinsam #fürdasWissen entscheiden! Und im Dialog bleiben – momentan eben digital, wie Präsidentin Kaja Becker erklärt: "Ich möchte Sie herzlich einladen, trotz oder gerade aufgrund der aktuellen Lage, unsere Kampagnen-Webseite zu besuchen. Hier hat die Statement-Aktion schon vor der Corona-Pandemie Fahrt aufgenommen. Ich freue mich sehr über das gemeinsame Bestreben, den Wert der unabhängigen Wissenschaft auch auf diesem Wege in die Gesellschaft zu tragen."

Schicken Sie Ihr Statement #fürdasWissen an Link auf E-Mailwissen@dfg.de oder klicken Sie auf Externer Linkwww.dfg2020.de