Neue Preisträgerinnen und Preisträger

Und die Leibniz-Preise 2020 gehen an ...

13. März 2020 Verleihung verschoben

Der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland geht in diesem Jahr an zwei Wissenschaftlerinnen und acht Wissenschaftler. Anders als geplant, kann die Verleihung am 16. März aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus' vorerst nicht stattfinden. Vorstellen möchten wir die Preisträgerinnen und Preisträger natürlich trotzdem.

Wir gratulieren! Wenn auch vorerst digital. Denn eigentlich sollte die Verleihung des wichtigsten Forschungsförderpreises in Deutschland am 16. März in Berlin stattfinden, musste jedoch aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschoben werden. Ein neuer Termin wird gesucht und demnächst bekannt gegeben.

Dennoch sollen die Trägerinnen und Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises 2020 selbstverständlich bekannt gegeben und geehrt werden. Bereits am 6. Dezember letzten Jahres hatte der Hauptausschuss der DFG in Bonn den zwei Wissenschaftlerinnen und acht Wissenschaftlern den Leibniz-Preis 2020 zuerkannt. Der zuständige Nominierungsausschuss hatte sie zuvor aus 114 Vorschlägen ausgewählt.

Von den zehn neuen Preisträgerinnen und Preisträgern kommen jeweils vier aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, drei aus den Lebenswissenschaften, einer aus den Naturwissenschaften und zwei aus den Ingenieurwissenschaften. Alle zehn Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von je 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten.

Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Pro Jahr können bis zu zehn Preise mit einer Preissumme von jeweils 2,5 Millionen Euro verliehen werden. Mit den zehn Preisen für 2020 sind bislang insgesamt 378 Leibniz-Preise vergeben worden. Davon gingen 121 in die Naturwissenschaften, 109 in die Lebenswissenschaften, 89 in die Geistes- und Sozialwissenschaften und 59 in die  Ingenieurwissenschaften. Da Preis und Preisgeld in Ausnahmefällen geteilt werden können, ist die Zahl der Ausgezeichneten höher als die der Preise. Insgesamt haben bislang 405 Nominierte den Preis erhalten, darunter 347 Wissenschaftler und 58 Wissenschaftlerinnen.

Und noch den Nobelpreis…

Übrigens: Eine Leibniz-Preisträgerin und sechs Leibniz-Preisträger haben nach der Auszeichnung mit dem wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland auch den Nobelpreis erhalten: 1988 Prof. Dr. Hartmut Michel (Chemie), 1991 Prof. Dr. Erwin Neher und Prof. Dr. Bert Sakmann (beide Medizin), 1995 Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard (Medizin), 2005 Prof. Dr. Theodor W. Hänsch (Physik), 2007 Prof. Dr. Gerhard Ertl (Chemie) sowie 2014 Prof. Dr. Stefan W. Hell (Chemie).