Aus der DFG

DFG-Neujahrsempfang 2017

16. Januar 2017 Veranstaltungsbericht

Alle Jahre wieder in den ersten Januarwochen eröffnet die DFG den Reigen der Neujahrsempfänge in der Welt der Wissenschaft, Wissenschaftsorganisationen und Wissenschaftspolitik – traditionell die erste Gelegenheit für einen Blick auf die Ereignisse und Herausforderungen der kommenden Monate.

Neujahresempfang 2017 - DFG-Präsident Peter Strohschneider

Noch vor Jahresfrist hatte mit den kurz danach anstehenden Weichenstellungen für die Fortsetzung und Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative dabei ein konkretes wissenschaftspolitisches Thema im Mittelpunkt gestanden. In diesem Jahr waren es eher Stimmungen und Stimmungslagen, und zwar sich beunruhigend verändernde, die die DFG und ihre mehr als 400 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft am Montag, dem 16. Januar 2017, im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften beschäftigten. Der Brexit und die Trump-Wahl, die auch hierzulande zunehmend laut vernehmbaren Populisten und Populismen und die mit ihnen und allenthalben grassierende Experten-Skepsis, wenn nicht Experten-Feindlichkeit: Das alles lässt auch die Wissenschaften nicht unberührt.

„Die Gesellschaft der Wissenschaft – und warum für sie gestritten werden muss“, so hatte vor diesem Hintergrund Peter Strohschneider seine Neujahrsrede 2017 überschrieben. In ihr ging der DFG-Präsident der Frage nach, wie die Wissenschaft angesichts der aktuellen Gefährdungslagen für die aufgeklärte pluralistische Gesellschaft eintreten könne und wie sie dafür ihr eigenes Verhältnis zu Politik und Gesellschaft gestalten solle – Themen, die, so Strohschneider, künftig womöglich ganz neu und anders als bisher diskutiert werden müssten.

Den anschließenden Diskussionen war damit praktisch wie von selbst der Boden bereitet. Und Fortsetzungen dürften, auch jenseits dieses Abends, gewiss folgen.