Exzellenzinitiative

Wo Spitzenförderung Früchte trägt

Die Exzellenzinitiative war eine der großen förderpolitischen Unternehmungen der vergangenen Jahre. Der Förderatlas 2015 zeigt in verschiedenen Auswertungen, wie die Exzellenzinitiative sich auf Drittmittelerfolg, Netzwerkbildung und Interdisziplinarität ausgewirkt hat.

Förderatlas 2015

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Das erklärte Ziel der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, die seit 2006 insgesamt 4,6 Milliarden Euro für herausragende Projekte bereitstellt, ist die Förderung der Spitzenforschung in Deutschland. In den bislang drei Antragsrunden waren insgesamt 45 Hochschulen mit ihren Anträgen auf Exzellenzcluster, Graduiertenschulen und Zukunftskonzepte erfolgreich.

Doch wie nachhaltig ist die Förderung? Das betrachtet der Förderatlas 2015 unter anderem anhand des erfolgreichen Einwerbens von Drittmitteln über die Exzellenzinitiative hinaus. Dabei zeigt es sich, dass den geförderten Hochschulen auch in EU-Programmen oder in der direkten Projektförderung durch den Bund zahlreiche erfolgreiche Anträge gelingen. So sind an den im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Universitäten rund 38 Prozent aller Professorinnen und Professoren in Deutschland beschäftigt, diese Einrichtungen werben aber im Vergleich aber etwa 76 Prozent aller Drittmittel und circa 96 Prozent aller nach Deutschland bewilligten ERC Grants ein. Die eingeworbenen Gelder belegen die – auch durch die Exzellenzinitiative gestärkte – Leistungskraft der Forschung in den geförderten Universitäten.

Ein weiterer Aspekt ist die Kooperation in der Wissenschaft: Die Statistik zeigt einerseits, dass die in der Exzellenzinitiative erfolgreichen Projekte zu wichtigen Knotenpunkten in den regionalen Netzwerken aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft geworden sind und Brücken zwischen den Akteuren schlagen. Andererseits geben Exzellenzcluster und Graduiertenschulen auch für die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen Impulse – und das gilt nicht nur für einzelne, verwandte Fächer, die „Inseln“ bilden. Insbesondere die Graduiertenschulen haben in den Geistes- und Sozialwissenschaften dichte Fächerstrukturen gewoben, die über die in den anderen Förderinstrumenten sichtbaren Kooperationen hinausgehen. Anderswo erweisen sich einzelne Fachgebiete, wie die Geowissenschaften als Anknüpfungspunkte für erfolgreiche Zusammenarbeit.

Erfahren Sie in den verschiedenen Darstellungen des Förderatlas 2015, wie die Exzellenzinitiative sich auf Drittmittelerfolg, Netzwerkbildung und Interdisziplinarität ausgewirkt hat.

Tabelle 3-7: Personalbestand und Drittmitteleinnahmen von Hochschulen 2012 nach Beteiligungsform an der Exzellenzinitiative (xls)

Tabelle 3-8: Beteiligung an Förderprogrammen für Forschungsvorhaben von DFG, Bund und EU nach Beteiligungsform an der Exzellenzinitiative (xls)

Tabelle 3-9: Anzahl der AvH-, DAAD- und ERC-Geförderten an Hochschulen nach Beteiligungsform an der Exzellenzinitiative (xls)

Abbildung 3-13: Regionale Zusammenarbeit in Graduiertenschulen und Exzellenzclustern 2012/2013 (png)

Abbildung 5-4: Netzwerk der an Graduiertenschulen beteiligten Fachrichtungen (png)

Abbildung 5-5: Netzwerk der an Exzellenzclustern beteiligten Fachrichtungen (png)

ZUM DOWNLOADBEREICH
http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/zahlen_fakten/foerderatlas/2015/abbildungen/dfg-foerderatlas2015_abb_5-5.png