Förderatlas 2015 - page 88

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3 Einrichtungen und Regionen der Forschung in Deutschland
Berücksichtigt werden Erfolge in beiden
Förderperioden, also auch Universitäten, die
zunächst eine Verbundeinrichtung erfahren,
in der zweiten Stufe aber keine Fortsetzungs-
bewilligung erhalten haben. Insgesamt wer-
den so 45 Universitäten als Exzellenzini-
tiative-Einrichtungen definiert, für die gilt,
dass sie gemäß obiger Regel an mindestens
einer bewilligten Graduiertenschule bezie-
hungsweise einem geförderten Exzellenzclus-
ter beteiligt waren oder sind. Einen Überblick
zu diesen Einrichtungen mittels einer karto-
grafischen Darstellung gibt bereits Abbildung
2-7 für die Förderperiode 2012 bis 2017 (vgl.
für die Gesamtübersicht Tabelle A-2 im An-
hang).
In der Typologie werden diese 45 Uni-
versitäten weiter unterteilt und der Ge-
samtheit aller Hochschulen gegenüberge-
stellt. Tabelle 3-7 weist aus, welche Teil-
gruppen unterschieden werden. Die Diffe-
renzierung innerhalb des Typs „Universität
mit Beteiligung an der Exzellenzinitiative“
folgt maßgeblich dem Wunsch, Universitä-
ten mit erfolgreich eingeworbenen Zu-
kunftskonzepten gesondert auszuweisen
und zwischen Universitäten mit starker
und weniger starker Beteiligung an den
Förderlinien Graduiertenschulen und Ex-
zellenzcluster zu unterscheiden. Weiter-
hin ermöglicht die Typologie den Vergleich
von Universitäten mit und ohne Beteili-
gung an der Exzellenzinitiative sowie von
Universitäten und Hochschulen insgesamt.
Als Universitäten gehen in die Betrach-
tung 110 Hochschulen gemäß Zuordnung
der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
18
ein.
Die in Tabelle 3-7 nachrichtlich ausgewie-
senen Angaben zur absoluten und durch-
schnittlichen Zahl der Professuren der in
einer Rubrik zusammengefassten Hochschu-
len quantifizieren den bekannten Zusam-
menhang zwischen der Größe von Hoch-
schulen und ihrer Beteiligung an der Exzel-
lenzinitiative. Zukunftskonzept-Universitä-
ten konzentrieren sich deutlich auf das
Segment großer, personalstarker Universitä-
ten. Auch die Frage, wie viele Graduierten-
schulen oder Exzellenzcluster erfolgreich
eingerichtet werden konnten, korreliert aus
naheliegenden Gründen mit der Größe einer
Hochschule. Es sind daher auch eher kleine
Standorte, die die Vergleichsgruppe der nicht
an der Exzellenzinitiative beteiligten Univer-
sitäten prägen.
Zu beachten ist dabei gleichwohl, dass sich
hinter den Durchschnittswerten zum Teil
große Spannweiten verbergen. Die Gruppen
der Typologie sind also hinsichtlich der Grö-
ße der jeweils vereinten Hochschulen nicht
überschneidungsfrei, es finden sich in jeder
Kategorie sowohl kleinere wie größere Uni-
versitäten.
18
Vgl.
Stand Juni 2014).
Tabelle 3-7:
Personalbestand und Drittmitteleinnahmen von Hochschulen 2012 nach Beteiligungsform an der Exzellenzinitiative
Art der Hochschule
Wissenschaftliches Personal
Drittmittel 2012
Gesamt
Gesamt
Professorenschaft
Gesamt
N
N
%
N
%
Ø
Mio €
%
Universitäten
110 189.886 84,4 23.559
53,7 214,2 6.269,1 92,7
davon mit Beteiligung an der Exzellenzinitiative
45 147.924 65,7 16.677
38,0
370,6 5.140,5 76,0
Zukunftskonzept-Universitäten
14
64 198
28,5
6 589
15,0
470,6
2 536,0
37,5
Universitäten mit zwei und mehr GSC/EXC
17
56 052
24,9
6 715
15,3
395,0
1 850,9
27,4
Universitäten mit einer GSC oder einem EXC
14
27 674
12,3
3 373
7,7
240,9
753,6
11,1
davon ohne Beteiligung an der Exzellenzinitiative
65
41.963 18,6
6.882
15,7 105,9 1.128,5
16,7
Weitere Hochschulen
317
35.228 15,6 20.303
46,3
64,0
490,7
7,3
Hochschulen insgesamt
427 225.114 100,0 43.862 100,0
102,7 6.759,8 100,0
Datenbasis und Quellen:
Statistisches Bundesamt (DESTATIS): Bildung und Kultur Finanzen der Hochschulen 2012 Sonderauswertungen zur Fachserie 11, Reihe 4 5
Statistisches Bundesamt (DESTATIS): Bildung und Kultur Personal an Hochschulen 2012 Sonderauswertung zur Fachserie 11, Reihe 4 4
Berechnungen der DFG
1...,78,79,80,81,82,83,84,85,86,87 89,90,91,92,93,94,95,96,97,98,...199
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