Förderatlas 2015 - page 87

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3.8 Fokus Exzellenzinitiative
die in den Regionen angesiedelten For-
schungseinrichtungen und dabei auf die Fra-
ge, in welchem Umfang und mit welchen in-
stitutionellen Partnereinrichtungen (insbe-
sondere Mitglieder der außeruniversitären
Wissenschaftsorganisationen) die an Gradu-
iertenschulen und Exzellenzclustern partizi-
pierenden Wissenschaftlerinnen und Wissen-
schaftler tätig sind und einrichtungsübergrei-
fend zusammenarbeiten.
3.8 Fokus Exzellenzinitiative
Der DFG-Förderatlas legt mit der hier vorge-
legten Ausgabe einen thematischen Schwer-
punkt auf die Exzellenzinitiative. Die Frage,
ob und in welcher Form dieses mit hohem
Mittelvolumen ausgestattete Sonderpro-
gramm des Bundes und der Länder Wirkun-
gen entfaltet, die sich auch in den Kennzah-
len dieses Berichtssystems niederschlagen,
wird an verschiedenen Stellen des Berichts
aufgegriffen.
Im vorliegenden Kapitel nähern wir uns
dem Thema mithilfe einer Typologie, die es
erlaubt, einzelne Aspekte der Systemwirkung
der Exzellenzinitiative einer statistischen
Betrachtung zu unterziehen. Die Typologie
fokussiert dabei nicht auf die Programme,
sondern auf die Einrichtungen, die diese Pro-
gramme maßgeblich tragen und dabei im En-
geren auf die 45 Universitäten, die im folgen-
den Unterkapitel als Exzellenzinitiative-Uni-
versitäten eingeführt werden.
Dabei werden zunächst die der Typologie
zugrunde liegenden Überlegungen vorge-
stellt. Darauf aufbauend wird für die wich-
tigsten der in diesem DFG-Förderatlas berich-
teten Kennzahlen ausgewiesen, in welchem
Umfang sich für Hochschulen typspezifische
Akzentuierungen erkennen lassen.
Kapitel 3.8.2 beleuchtet auf Basis von Da-
ten aus dem jährlich durchgeführten DFG-
Monitoring zur Exzellenzinitiative den As-
pekt der regionalen Profilbildung, indem dar-
gestellt wird, in welchem Umfang es dem
Programm gelingt, die regionalen Infrastruk-
turen zu vernetzen und Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler an den dort angesiedel-
ten Forschungseinrichtungen in gemeinsame
Forschungsvorhaben einzubinden.
Ebenfalls auf Basis des DFG-Monitorings
weitet Kapitel 3.8.3 den Blick auf eine inter-
nationale Dimension des Forschungshan-
delns in Graduiertenschulen und Exzellenz-
clustern. Zur Betrachtung kommen hier sta-
tistische Daten, die darüber Auskunft geben,
in welchem Umfang und bezogen auf welche
Herkunftsländer es der Exzellenzinitiative ge-
lungen ist, das in den beiden Förderlinien tä-
tige wissenschaftliche Personal international
zu rekrutieren.
Kapitel 3.8.4 geht abschließend unter Zu-
griff auf bibliometrische Methoden auf die
Frage ein, ob und in welchem Umfang sich
Einrichtungen der Exzellenzinitiative hin-
sichtlich ihrer Publikationsaktivität besonders
profilieren.
3.8.1 Einrichtungstypologische
Betrachtung der
Exzellenzinitiative
Um systematische Zusammenhänge zwischen
einer Förderung im Rahmen der Exzellenzini-
tiative und der Leistungskraft von For-
schungseinrichtungen statistisch zu fassen,
bietet sich die Methode der einrichtungsbezo-
genen Typisierung an. Im Fokus der Betrach-
tung stehen somit nicht einzelne Einrichtun-
gen oder Programme, sondern Gruppen von
Einrichtungen mit gemeinsamen Merkmalen.
Bei der Entwicklung der Typologie waren die
folgenden Anforderungen leitend:
Leichte Nachvollziehbarkeit
Wenige Gruppen mit hinreichenden Grup-
pengrößen
Möglichkeit der Teilgruppenbildung für
tiefer gehende Analysen
Diesen Maßgaben folgend, fokussiert die Ty-
pologie auf Universitäten, die an der Exzel-
lenzinitiative mit erfolgreich bewilligten Pro-
grammen beteiligt sind oder waren. Für die
Typisierung der Hochschulen wurden also die
Antragsbeteiligungen an den Förderlinien
Graduiertenschule (GSC) und Exzellenzclus-
ter (EXC) sowie an Zukunftskonzepten (ZUK)
zum alleinigen Maßstab. Eine Hochschule
wird dabei dann als antragstellende Hoch-
schule gewertet, wenn sie im Antrag als „Host
University“ aufgeführt oder im Rahmen der
Begutachtung und Entscheidung als solche
behandelt wurde
17
.
17
Bei GSC/EXC konnten pro Antrag mehrere Hoch-
schulen als „Host University“ genannt werden.
Unter diesen musste/-n die Sprecherhochschule/-n
hervorgehoben werden. Als „Standbein“ für ein
ZUK wurden nur die GSC/EXC-Anträge gewertet,
bei denen die Hochschule Sprecherhochschule war.
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