Förderatlas 2015 - page 69

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3.4 Internationale Attraktivität von Hochschulen
gänzen. Ausgewiesen wird in diesem Fall die
Zahl der Personen, die deutsche Hochschulen
und außeruniversitäre Forschungseinrich-
tungen für ihre Aufenthalte als AvH- oder
DAAD-geförderte Gastwissenschaftlerinnen
und -wissenschaftler ausgewählt haben oder
ihr ERC-gefördertes Forschungsvorhaben an
einer deutschen Forschungseinrichtung
durchführen.
Tabelle 3-4 weist zunächst aus, welche
Hochschulen für Geförderte der AvH und
des DAAD besondere Anziehungskraft auf-
weisen. Mit Blick auf deren Gastwissen-
schaftlerprogramme werden die Rangrei-
hen klar von den Hauptstadtuniversitäten
FU Berlin
und
HU Berlin
angeführt, und
auch die
TU Berlin
kommt in beiden Fäl-
len auf hohe Werte. Berlin erweist sich so
als besonders attraktiver Forschungsstand-
ort für international renommierte Gastwis-
senschaftlerinnen und -wissenschaftler. Bei
AvH wie DAAD jeweils unter den zehn am
häufigsten aufgesuchten Hochschulen fin-
den sich weiterhin die
U Göttingen,
die
LMU München,
die
U Heidelberg
sowie
die
U Bonn.
Unter AvH-Geförderten hoch
im Kurs stehen noch die Traditionsuniversi-
täten
U Münster, U Freiburg
sowie die
TU
München;
DAAD-Geförderte zieht es in
großer Zahl auch nach
Leipzig, Tübingen
und
Dresden.
Ein etwas anderes Bild ergibt sich anhand
der Zahl der Geförderten in ERC-Program-
men. Auf Basis eines 7-Jahresfensters (2007
bis 2013) wurden im hoch kompetitiven
Wettbewerb 426 Starting, Advanced und
Consolidator Grants für an deutschen Hoch-
schulen durchgeführte Forschungsvorha-
ben vergeben (vgl. Tabelle 3-5). Im Ver-
gleich zu den zuerst betrachteten Gastwis-
senschaftlerprogrammen haben wir es also
hier mit einem deutlich kleineren Personen-
kreis zu tun. Zudem stehen hier nicht Auf-
enthalte von Gastwissenschaftlerinnen und
-wissenschaftlern im Fokus der Programme.
Der ERC fördert international anerkannte
Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissen-
schaftler unabhängig von ihrer nationalen
Herkunft – und somit beispielsweise auch
Deutsche, die einen ERC Grant an ihrer
Heimatuniversität oder in ihrem Heimat-
land einwerben (vgl. Tabelle 2-8).
ERC-Geförderte präferieren deutlich die
bayerische Metropole: Die
LMU München
und die
TU München
führen gemein-
sam die Rangreihe der attraktivsten ERC-
Standorte an. Gemeinsam mit den Zah-
len zu AvH- und DAAD-Geförderten finden
sich aber auch hier die Universitäten
U Heidelberg, U Bonn
und
FU Berlin
unter
den zehn am häufigsten ausgewählten Hoch-
schulen.
Gesamtübersichten zu den Zieladressen
der von AvH und DAAD geförderten Perso-
nenaufenthalten an deutschen Hochschu-
len bieten die Tabellen Web-29 bis Web-31
unter
Die Tabel-
len sind differenziert nach Geschlecht. Eine
entsprechende Übersicht zur Zahl der ERC-
Geförderten findet sich als Tabelle Web-27
am gleichen Ort.
Tabelle 3-5:
Die am häufigsten gewählten Hochschulen von
ERC-Geförderten 2007 bis 2013
Hochschule
Anzahl Geförderte
N
München LMU
41
München TU
31
Heidelberg U
24
Freiburg U
21
Bonn U
16
Hamburg U
16
Tübingen U
16
Aachen TH
15
Berlin FU
15
Erlangen-Nürnberg U
15
Frankfurt/Main U
15
Göttingen U
13
Berlin HU
12
Dresden TU
11
Konstanz U
11
Mainz U
10
Münster U
10
Würzburg U
9
Berlin TU
8
Karlsruhe KIT
8
Rang 1–20
317
Weitere HS
1)
109
HS insgesamt
426
Basis: N HS
57
1)
Daten zu weiteren Hochschulen gehen aus der Tabelle Web-27 unter
hervor
Datenbasis und Quelle:
EU-Büro des BMBF: ERC-Förderung im 7 EU-Forschungsrahmenpro-
gramm (Laufzeit: 2007 bis 2013, Projektdaten mit Stand 21 02 2014)
Zahlen beinhalten Starting Grants (inklusive 2014), Advanced Grants
und Consolidator Grants
1...,59,60,61,62,63,64,65,66,67,68 70,71,72,73,74,75,76,77,78,79,...199
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