Förderatlas 2015 - page 68

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3 Einrichtungen und Regionen der Forschung in Deutschland
der DFG-Bewilligungs-Rangreihe erkennbar.
Dies gilt insbesondere für jene Hochschulen,
die bereits in der ersten Phase der Exzellenz-
initiative mit einem Zukunftskonzept erfolg-
reich waren und daher im hier betrachteten
Berichtszeitraum (2011 bis 2013) dort in grö-
ßerem Umfang Mittel einwarben. Allerdings
üben die mit der Exzellenzinitiative einge-
worbenen Mittel – sowohl für Zukunftskon-
zepte wie für die beiden von der DFG betreu-
ten Förderlinien – in kaum einem Fall einen
größeren Einfluss auf die Platzierung einer
Hochschule aus. Die absolute Rangfolge der
Universitäten würde auch ohne Berücksichti-
gung dieser Mittel sehr ähnlich ausfallen. So
finden sich neun der zehn die gesamte abso-
lute Rangreihe anführenden Universitäten
auch in einer Rangreihe ohne Berücksichti-
gung der Mittel der Exzellenzinitiative unter
den „Top Ten“ (wenn auch innerhalb dieses
Segments mit einigen Verschiebungen). Bei
einer Ausweitung auf 20 Rangplätze sind es
19 Hochschulen, die in beiden Fällen die
Rangreihen anführen. Mathematisch bringt
der Korrelationskoeffizient von Spearman’s
R = 0,95 die große Ähnlichkeit der Rangrei-
hen mit/ohne Berücksichtigung der Exzel-
lenzmittel zum Ausdruck (vgl. auch Tabelle
Web-12 unter
Nimmt man nun erneut die personal- und
fachrelativierte Abbildung in den Blick, er-
weisen sich auch hier die Zukunftskonzept-
Universitäten als weit überdurchschnittlich
DFG-aktiv. Dabei ist zu beachten, dass die
Zukunftskonzept-Mittel (ebenso wie die Be-
willigungen für Infrastrukturprogramme)
wegen ihres fehlenden Fächerbezugs nicht in
diese relativierte Berechnung eingeflossen
sind.
Alle Zukunftskonzept-Universitäten so-
wohl der ersten wie der zweiten (erst 2012
entschiedenen) Phase finden sich auch in der
relativen Betrachtung auf führenden Plätzen,
sechs davon unter den zehn relativ DFG-ak-
tivsten Universitäten. Von 40 relativ erfolg-
reichen Universitäten sind nur fünf
nicht
an
der Exzellenzinitiative beteiligt. Unter den 20
führenden Universitäten haben nahezu alle
zwei und mehr Graduiertenschulen oder Ex-
zellenzcluster und zwölf darüber hinaus ein
Zukunftskonzept eingeworben. Die einzige
Ausnahme bildet die
U Mannheim
mit ge-
nau einer Graduiertenschule.
Abbildung 3-4 basiert auf Berechnungen
auf Basis von Daten, die in Tabelle Web-34
und Web-4 unter
dokumentiert sind.
3.4 Internationale Attraktivität
von Hochschulen
In Zusammenarbeit mit der Alexander von
Humboldt-Stiftung (AvH), dem Deutschen
Akademischen Austauschdienst (DAAD) und
dem EU-Büro des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF), das Daten
zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm so-
wie zu den Programmen des European Re-
search Councils (ERC) bereitstellte, war es für
diesen DFG-Förderatlas wiederholt möglich,
die auf monetären Daten fußenden Kennzah-
len um personenbezogene Indikatoren zu er-
Tabelle 3-4:
Die am häufigsten gewählten Hochschulen von
AvH- und DAAD-Geförderten 2009 bis 2013
AvH-Geförderte
DAAD-Geförderte
Hochschule
N
Hochschule
N
Berlin FU
296 Berlin FU
374
Berlin HU
278 Berlin HU
317
München LMU
261 Göttingen U
190
Bonn U
182 München LMU
179
Heidelberg U
182 Leipzig U
158
München TU
168 Berlin TU
152
Göttingen U
148 Heidelberg U
150
Freiburg U
144 Tübingen U
148
Münster U
140 Dresden TU
147
Frankfurt/Main U
125 Bonn U
135
Aachen TH
123 Freiburg U
132
Berlin TU
119 Aachen TH
125
Köln U
119 Gießen U
116
Karlsruhe KIT
106 Köln U
113
Erlangen-Nürnberg U 105 Hamburg U
110
Bochum U
102 Münster U
105
Hamburg U
97 Potsdam U
105
Tübingen U
91 München TU
100
Dresden TU
86 Hannover U
91
Darmstadt TU
82 Karlsruhe KIT
91
Rang 1–20
2.954 Rang 1–20
3.038
Weitere HS
1)
1.621 Weitere HS
1)
2.152
HS insgesamt
4.575 HS insgesamt
5.190
Basis: N HS
112 Basis: N HS
72
1)
Daten zu weiteren Hochschulen gehen aus den Tabellen Web-29 und
Web-30 unter
hervor
Datenbasis und Quellen:
Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH): Aufenthalte von Gastwissen-
schaftlerinnen und -wissenschaftlern 2009 bis 2013
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD): Geförderte
ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2009 bis 2013
Berechnungen der DFG
1...,58,59,60,61,62,63,64,65,66,67 69,70,71,72,73,74,75,76,77,78,...199
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