Förderatlas 2015 - page 61

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3.3 DFG-Bewilligungen an Hochschulen
telwert in Höhe von 25 Prozent steht hier
eine Spanne von 12 bis 46 Prozent gegenüber.
Besonders hohe Anteile bei der Bundesförde-
rung weisen die Universitäten
U Stuttgart,
U Jena
und
TU Berlin
auf. Für die EU, Mit-
telwert rund 10 Prozent, reicht die Spanne
von 2 bis 22 Prozent. Zu den besonders EU-
affinen Hochschulen zählen die
TU Chem-
nitz,
die
TU Dresden
und, wie bei der Bund-
Förderung, die
TU Berlin.
Auch das Gewicht, das den bei Industrie
und Wirtschaft eingeworbenen Drittmitteln
zukommt, unterscheidet sich. Einem Gesamt-
wert von 19 Prozent insgesamt steht unter
den 40 hier betrachteten Universitäten ein
Spektrum von 6 bis 34 Prozent gegenüber.
Ein vergleichsweise wirtschaftsnahes Dritt-
mittelprofil weisen unter den 40 größten
Drittmittel-Universitäten die
U Duisburg-
Essen,
die
U Erlangen-Nürnberg
sowie die
TU München
auf.
Der Berichtskreis des Förderatlas
fokussiert auf besonders
drittmittelaktive Hochschulen
Wie schon in der hier einleitenden Übersicht
auf Basis von Drittmitteldaten aus den Erhe-
bungen des Statistischen Bundesamts wer-
den in den folgenden Tabellen und Grafiken
des Berichts nur die Werte für die jeweils 40
drittmittelaktivsten Hochschulen je Förderer
jedem Thema umfassende tabellarische
Übersichten nach Hochschulen und außer-
universitären Forschungseinrichtungen ge-
trennt.
3.3 DFG-Bewilligungen an
Hochschulen
Im Förderatlas 2012 wurde der Umstand, dass
die Berichtsreihe seinerzeit einen Gesamtzeit-
raum von 20 Jahren (1991 bis 2010) abdeckte,
zum Anlass genommen für eine umfassende
Betrachtung der Rangreihenveränderungen
über diese Zeitspanne (DFG, 2012: 73ff.). Der
Hauptbefund war, dass die Rangreihen über
die verschiedenen Ausgaben der Reihe hin-
weg eine auffallend hohe Stabilität aufweisen.
Insbesondere zwischen den Rangreihen der
Ausgaben 2012 und 2009 gab es praktisch
kaum nennenswerte Unterschiede – statis-
tisch zum Ausdruck gebracht in auffallend ho-
hen Korrelationen der gegenübergestellten
Rangreihen. Auch die Rangreihe des DFG-
Förderatlas 2015 stimmt wieder sehr stark mit
dem aus früheren Jahren bekannten Muster
überein. Der Korrelationskoeffizient, der sich
aus dem Vergleich der 2015er- und 2012er-
Reihenfolge ergibt, liegt bei Spearman’s R =
0,97 (ein Koeffizient von 1,0 wäre gegeben,
wenn beide Reihen komplett identisch wären,
der Wert -1,0 würde auf zwei komplett gegen-
läufige Rangreihen verweisen)
2
.
Zu beachten ist dabei eine Erweiterung der
Datenbasis, die auf die Rangfolgen generell
aber kaum Einfluss ausübt: Mit dieser Ausga-
be des DFG-Förderatlas werden, wie bereits
in Kapitel 2.3 ausgeführt, erstmals auch die
Summen ausgewiesen, die Hochschulen für
Forschungsgroßgeräte sowie für Wissen-
schaftliche Literaturversorgungs- und Infor-
mationssysteme bei der DFG eingeworben
haben. Dies trägt dem mehrfach geäußerten
Wunsch Rechnung, im Förderatlas auch Aus-
sagen zur Beteiligung von Forschungsein-
richtungen an den entsprechenden Instru-
menten zur Infrastrukturförderung zu treffen.
Bisher war davon Abstand genommen wor-
den, weil der Förderatlas auf DFG-Instru-
mente fokussiert, die eine fachliche Differen-
zierung der vorgestellten Kennzahlen zulas-
sen. Die bis dahin einzige Ausnahme stellen
die Zukunftskonzepte im Rahmen der Exzel-
lenzinitiative dar, die ebenso wie die Infra-
strukturförderung keine fachbezogenen Be-
willigungen erfahren.
3.3.1 DFG-Bewilligungen an
Hochschulen in der absoluten
Betrachtung
Mit oder ohne Berücksichtigung der Infra-
strukturprogramme ergeben sich mit Blick
auf die Hochschulen, die die Rangreihe an-
führen, zwei bemerkenswerte Veränderun-
gen im Detail: Wurde noch 2012 darauf
verwiesen, dass die
LMU München
und die
TH Aachen
seit Beginn der Berichtsreihe je-
weils mit erkennbarem Abstand die Rangrei-
he angeführt haben, bilden diese nun mit der
U Heidelberg
ein Führungstrio (vgl. Abbil-
dung 3-3). Mit jeweils nur geringem Unter-
schied im bewilligten Mittelvolumen, aber
doch deutlich abgesetzt von den folgenden
2
Siehe auch das Methodenglossar im Anhang unter
dem Stichwort „Korrelationskoeffizient“.
1...,51,52,53,54,55,56,57,58,59,60 62,63,64,65,66,67,68,69,70,71,...199
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