Förderatlas 2015 - page 48

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2 Öffentlich geförderte Forschung in Deutschland – ein Überblick
Technologiefeldes in den Forschungsverei-
nigungen der AiF zusammen. Sie bildet
eine Brücke zwischen der Grundlagenfor-
schung und der wirtschaftlichen Anwen-
dung. Mit dem vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten
Programm werden neue Technologien
branchenübergreifend aufgegriffen und
Forschungsbedarf vorwettbewerblich gebün-
delt. Förderfähig sind dabei wissenschaft-
lich-technische Forschungsvorhaben, die
unternehmensübergreifend ausgerichtet sind
und den Transfer der Forschungsergebnisse
in die Gruppe der kleinen und mittelständi-
schen Unternehmen (KMU) einschließen.
Der Analyse des Förderatlas liegen die Jah-
re 2011 bis 2013 zugrunde. In diesem Zeit-
raum wurden IGF-Vorhaben mit einem Ge-
samtvolumen von rund 400 Millionen Euro
gefördert.
Zentrales Innovationsprogramm
Mittelstand (ZIM)
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittel-
stand, das ebenfalls vom BMWi gefördert
wird, stärkt die Innovationskraft und Wett-
bewerbsfähigkeit mittelständischer Unter-
nehmen einschließlich Handwerk und un-
ternehmerisch tätige freie Berufe. Das ZIM
ist ein themenoffenes Förderprogramm
mit drei Förderlinien, die unterschiedliche
Schwerpunkte aufweisen: die Einzelpro-
jek-te (ZIM-SOLO), die Kooperationsprojek-
te (ZIM-KOOP) und die Netzwerkprojekte
(ZIM-NEMO). Das in diesem Förderatlas be-
handelte ZIM lief Ende Dezember 2014 aus.
Ein Nachfolgeprogramm startete 2015 und
ist unter
einsehbar. In
den Jahren 2011 bis 2013 wurden im ZIM
FuE-Projekte mit einem Volumen von 1,6
Milliarden Euro gefördert.
Im Förderatlas werden die von der AiF be-
treuten Kooperationsprojekte des ZIM be-
rücksichtigt, die rund 530 Millionen Euro im
Zeitraum 2011 bis 2013 ausmachen.
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Siehe auch das Methodenglossar im Anhang unter
dem Stichwort „AiF-Förderung“ .
2.3.7 Alexander von Humboldt-
Stiftung (AvH)
Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat
das Ziel, ausländische Spitzenforscherinnen
und -forscher zu fördern, die an einer deut-
schen Wissenschaftseinrichtung tätig sein
wollen. Weiterhin fördert sie in Deutsch-
land tätige Wissenschaftlerinnen und Wis-
senschaftler, die einen Forschungsaufent-
halt im Ausland verbringen wollen. Die
AvH vergibt in ihren Förderprogrammen
sowohl Stipendien, für die sich Interessen-
ten selbst bewerben können, als auch For-
schungspreise. Letztere werden nur nach
Nominierung durch ausgewiesene Wissen-
schaftlerinnen und Wissenschaftler verge-
ben. Dabei fördert die AvH auf vier Karrie-
restufen in der Wissenschaft: Postdoktoran-
dinnen und -doktoranden, Nachwuchs-
gruppenleiterinnen und -leiter, erfahrene
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
sowie international ausgewiesene Spitzen-
wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.
Die Fördermittel werden grundsätzlich
nicht über Quoten vergeben, weder für ein-
zelne wissenschaftliche Disziplinen noch
für einzelne Herkunftsländer. Die einzelnen
Auswahlausschüsse entscheiden vielmehr
ausschließlich nach der wissenschaftlichen
Qualität der Bewerberinnen und Bewerber.
Ein wichtiger Aspekt der Förderung durch
die AvH ist neben der finanziellen Zuwen-
dung die ideelle Förderung, die eine umfas-
sende Alumni-Betreuung und ein weltwei-
tes Netzwerk beinhaltet.
Finanziert wird die AvH durch Zuwendun-
gen aus dem Auswärtigen Amt, dem Bundes-
ministerium für Bildung und Forschung
(BMBF), dem Bundesministerium für wirt-
schaftliche Zusammenarbeit und Entwick-
lung (BMZ), dem Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicher-
heit (BMUB) und weiterer nationaler und in-
ternationaler Partner sowie durch Erträge aus
(zu-)gestifteten Vermögen.
Im Förderatlas werden unter Zugriff auf
Daten der AvH Kennzahlen zur internationa-
len Attraktivität deutscher Wissenschaftsein-
richtungen entwickelt. Dabei werden im Fol-
genden nur Aufenthalte in AvH-Programmen
berücksichtigt, die ausländischen Wissen-
schaftlerinnen und Wissenschaftlern einen
Aufenthalt in Deutschland ermöglichen.
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