Förderatlas 2015 - page 27

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2.2 Finanzielle und personelle Ressourcen der deutschen Forschung
Aktivitäten der Hochschulen und außeruniver-
sitären Forschungseinrichtungen betrachtet
wurden, umfasst die folgende Darstellung die
gesamte Finanzierung der Hochschulen, inklu-
sive der auf Lehre entfallenden Kosten.
Die Einnahmen der Hochschulen in Höhe
von 40 Milliarden Euro im Jahr 2012 stam-
men zu einem großen Teil aus den laufenden
Grundmitteln des jeweiligen Trägers und zu
unterschiedlichen Anteilen aus Drittmitteln
(vgl. Tabelle 2-1). Die Verwaltungseinnah-
men der Hochschulen stammen dabei aus
den Beiträgen von Studierenden und Ein-
nahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und
Vermögen. Dies sind bei den Universitäten
vor allem Einnahmen aus dem Klinikbetrieb.
87 Prozent der Einnahmen der Hochschulen
im Jahr 2012 beziehen dabei die Universitä-
ten und 12 Prozent die Fachhochschulen.
Eine Übersicht über die Einnahmen in der
Differenzierung für die einzelnen Hochschulen
findet sich als Tabelle Web-3 im Internetangebot
zum Förderatlas unter
Bei den außeruniversitären Forschungs-
einrichtungen (vgl. Tabelle 2-2) sind im Jahr
2012 fast 15 Milliarden Euro als Einnahmen
zu verzeichnen. Davon entfallen 9 Milliar-
den Euro auf die vier großen Wissenschafts-
organisationen. Mit 27 Prozent nimmt dabei
die Helmholtz-Gemeinschaft den größten
Anteil ein, gefolgt von den drei anderen Or-
ganisationen mit Anteilen von jeweils 10 bis
12 Prozent. Mit zusammen 22 Prozent der
Einnahmen haben auch die Bundes- und
Landesforschungseinrichtungen einen be-
deutenden Anteil an den Mitteln für außer-
universitäre Forschung.
Weiterhin steigende Bedeutung der
Drittmittelfinanzierung von Forschung
Wie bereits im DFG-Förderatlas 2012 festge-
stellt wurde, nimmt der Anteil von Drittmit-
teln zur Finanzierung von Forschung an Hoch-
schulen im Zeitverlauf kontinuierlich zu (DFG,
2012: 30). Die Fortschreibung der Entwick-
lung in Abbildung 2-4 zeigt, dass der Wachs-
tumstrend nach wie vor anhält. Zur besseren
Verdeutlichung ihres relativen Gewichts wer-
den in der Darstellung die überwiegend aus
dem Klinikbetrieb stammenden Verwaltungs-
einnahmen von der Betrachtung ausgeschlos-
sen, und es wird allein die Relation zwischen
den laufenden Grundmitteln der Hochschu-
len und deren Drittmitteln betrachtet.
Im Jahr 2012 wiesen die Hochschulen Dritt-
mitteleinnahmen in Höhe von 6,8 Milliarden
Euro auf. Die laufenden Grundmittel betrugen
im selben Jahr im Vergleich dazu 17,5 Milliar-
den Euro. Die Drittmittelquote, also das Ver-
hältnis der Drittmittel zu den Einnahmen der
Hochschulen (ohne Verwaltungseinnahmen)
insgesamt, betrug im aktuellen Berichtsjahr
28 Prozent. 2003 waren es noch 19 Prozent.
Die zeitliche Entwicklung, wie sie in Abbil-
dung 2-4 dargestellt wird, zeigt, dass die lau-
fenden Grundmittel der Hochschulen nach
einem Absinken in den Jahren 2003 bis 2007
in den letzten Jahren wieder einen Zuwachs
Tabelle 2-1:
Einnahmen der Hochschulen 2012
Art der Hochschule
Gesamt
davon
Laufende Grundmittel
Drittmittel
Verwaltungs-
einnahmen
1)
Mio €
Mio €
% von
gesamt
Mio €
% von
gesamt
Mio €
% von
gesamt
Universitäten
34 946,0 13 446,4
38,5
6 269,9
17,9
15 229,8
43,6
Fachhochschulen
4 715,8
3 521,2
74,7
459,1
9,7
735,5
15,6
Pädagogische, Theologische sowie
Musik- und Kunsthochschulen
559,8
501,7
89,6
30,9
5,5
27,2
4,9
Insgesamt
40.221,5 17.469,2
43,4
6.759,8
16,8
15.992,5
39,8
1)
Zu den Verwaltungseinnahmen gehören vor allem die Einnahmen aus dem Betrieb der Universitätsklinika
Datenbasis und Quelle:
Statistisches Bundesamt (DESTATIS): Bildung und Kultur Finanzen der Hochschulen 2012 Fachserie 11, Reihe 4 5
Berechnungen der DFG
1...,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26 28,29,30,31,32,33,34,35,36,37,...199
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