Förderatlas 2015 - page 20

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1 Einleitung
beispielsweise auch die forschungsorientier-
ten Gleichstellungsstandards und der soge-
nannte „Instrumentenkasten“, ein Internet-
portal, das vorbildliche Maßnahmen zur För-
derung der Chancengleichheit an Mitglieds-
hochschulen recherchierbar macht.
Diese und weitere Services sind auf den
Webseiten der DFG über die Adresse
zugänglich.
Neues Konzept zur Darstellung
regionaler Förderprofile
Bereits seit 2003 lenkt der Förderatlas mit sei-
nen Analysen die Aufmerksamkeit nicht nur
auf einzelne Einrichtungen und insbesondere
Hochschulen, sondern auch auf die „Regio-
nen der Forschung“ in Deutschland, die
durch besondere (öffentlich geförderte) For-
schungsaktivität geprägt sind. Die Analysen
weisen dabei anhand folgender Leitfragen
immer zwei Schwerpunktsetzungen auf:
Welche Fächer und Forschungsgebiete prä-
gen eine Region?
In welcher Form und mit welchen Part-
nern sind dort angesiedelte Forschungsein-
richtungen durch öffentlich geförderte Ko-
operationsprogramme in der Region sowie
im nationalen Rahmen vernetzt?
Mit der Exzellenzinitiative hat das Thema der
regionalen Zusammenarbeit zusätzliche Auf-
merksamkeit erfahren. Für deren Förderlinien
werden daher im Förderatlas gesonderte karto-
grafisch-statistische Darstellungen präsentiert.
Mit dem Förderatlas 2015 wird ein neues
Regionenkonzept eingeführt. Zum Einsatz
kommt dabei das am Bundesinstitut für Bau-,
Stadt- und Raumforschung (BBSR) entwi-
ckelte Konzept der Raumordnungsregionen
(ROR). Es unterscheidet insgesamt 96 Regio-
nen, die in ihrem Zuschnitt sehr gut geeignet
sind, die oft über Stadtgrenzen hinwegrei-
chenden Forschungsstrukturen zu fassen und
einer statistisch aussagekräftigen vergleichen-
den Betrachtung zugänglich zu machen.
Der Förderatlas –
ein Kennzahlensystem, das seine
Daten bei den Förderern statt bei
den Geförderten erhebt
Der Förderatlas ist in seinem Kern ein Be-
richtssystem auf der Basis drittmittelbasierter
Kennzahlen sowie von Kennzahlen zur (in-
ternationalen) Personenförderung. Der weit-
aus größte Teil der präsentierten Zahlen
stammt von den im Förderatlas berücksich-
tigten Förderinstitutionen selbst. Die daraus
generierten Statistiken gehen daher nicht auf
sehr aufwendige und fehleranfällige Erhe-
bungen bei den Empfängern von Fördermit-
teln zurück, sondern basieren auf direkten
Datenbankauszügen der Fördermittelgeber.
Neben der DFG sind dies die Ministerien
des Bundes (insbesondere Bundesministeri-
um für Bildung und Forschung sowie Bun-
desministerium für Wirtschaft und Technolo-
gie) sowie die EU (mit dem 7. EU-Forschungs-
rahmenprogramm). In diesem Förderatlas
finden hierbei die Maßnahmen stärkere Be-
achtung, die im EU-Programm
Ideen
durch
den Europäischen Forschungsrat (ERC) be-
treut werden.
Als Kennzahlen für internationale Sichtbar-
keit und Attraktivität von Standorten werden
Daten der Alexander von Humboldt-Stiftung
(AvH) sowie des Deutschen Akademischen
Austauschdienstes (DAAD) herangezogen.
Deren Förderprofil ist auf den internationalen
Austausch ausgerichtet, dementsprechend
sind hier nicht die bewilligten Summen von
Interesse, sondern die Zahl der unterstützten
Forschungsaufenthalte in Deutschland.
Schließlich leistet auch die Arbeitsgemein-
schaft industrieller Forschungsvereinigungen
(AiF) einen wichtigen Beitrag, indem sie Da-
ten zur Verfügung stellt, die insbesondere in
den Ingenieurwissenschaften Auskunft über
die Zusammenarbeit von Hochschulen mit
Partnern aus Industrie und Wirtschaft bieten.
Die von den Statistischen Landesämtern
jährlich ermittelten Daten zum Personal und
zu den zur Verfügung stehenden Finanzmit-
teln, die vom Statistischen Bundesamt (DE-
STATIS) anschließend zentral aufbereitet und
in der amtlichen Statistik publiziert werden,
basieren auf Erhebungen bei den Hochschul-
verwaltungen. Die in Kapitel 3.8 präsentierten
bibliometrischen Analysen nutzen schließlich
Daten, die in allgemein zugänglichen Publi-
kationsdatenbanken erfasst sind.
Englischsprachige Ausgabe des
DFG-Förderatlas als Instrument des
internationalen Forschungsmarketings
Begleitend zur deutschen Ausgabe des DFG-
Förderatlas erfolgt eine Kompaktdarstellung
der Befunde in einer schlankeren englisch-
sprachigen Ausgabe. Dieser „Funding Atlas“
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