Förderatlas 2015 - page 190

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7 Anhang
men von geförderten Verbünden erhalten ha-
ben. Dabei wird vor allem die Anzahl der ge-
meinsamen Beteiligungen visualisiert. Im
Mittelpunkt steht die Frage, in welchem Um-
fang und in welcher Form geförderte Ver-
bünde für Zwecke der interinstitutionellen
Zusammenarbeit genutzt werden und mit
welchem Erfolg es Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern an Hochschulen gelingt,
Partner benachbarter Institutionen in ge-
meinsame geförderte Forschungsvorhaben
einzubinden. Da vor allem regionale Schwer-
punktsetzungen und Clusterbildungen sicht-
bar gemacht werden sollen, liegt der Fokus
der Netzwerkanalysen auf Förderinstrumen-
ten, die das sogenannte „Ortsprinzip“ geltend
machen, also neben der inneruniversitären
Zusammenarbeit vor allem die Integration
von den am Ort beziehungsweise in der nä-
heren Region ansässigen weiteren Hochschu-
len und außeruniversitären Einrichtungen
fördern.
Entsprechend beruhen die Analysen auf
den nachfolgenden Förderinstrumenten:
Graduiertenschulen, Exzellenzcluster, For-
schungszentren, Sonderforschungsbereiche,
Graduiertenkollegs und Forschergruppen.
Nicht berücksichtigt wird das auf deutsch-
landweite Kooperationen angelegte Schwer-
punktprogramm, in dem die Zusammenar-
beit eher mittels gemeinsamer Workshops,
themenbezogener Arbeitskreise sowie Kollo-
quien und nicht oder nur in kleineren Unter-
gruppen in gemeinsamen Projekten erfolgt.
In den vier Netzwerkkarten werden für je-
den Wissenschaftsbereich alle Hochschulen
und außeruniversitären Einrichtungen in
Deutschland abgebildet, die im Rahmen der
genannten Förderinstrumente mit weiteren
Einrichtungen kooperiert haben. Die Kreis-
durchmesser symbolisieren die Zahl der ge-
meinsamen Beteiligungen mit anderen Ein-
richtungen. Dabei wird jede Partnereinrich-
tung einmal gezählt, unabhängig davon, wie
viele Kooperationen mit derselben Partner-
einrichtung insgesamt bestehen. Die Größe
der Kreise nimmt mit steigender Anzahl der
Partner in den betrachteten Verbünden zu.
Verbindungslinien zwischen Einrichtungen
weisen auf mehrfache gemeinsame Beteili-
gungen hin. Die Stärke der Verbindungslinien
variiert mit der Anzahl der gemeinsamen Ver-
bünde. Grundsätzlich werden nur solche Ein-
richtungen dargestellt, die mindestens drei
unterschiedliche Partnereinrichtungen auf-
weisen, sowie solche Verbindungen, die auf
mindestens zwei gemeinsamen Beteiligungen
beruhen. Im Wissenschaftsbereich Lebens-
wissenschaften ist die interinstitutionelle Zu-
sammenarbeit in DFG-geförderten Program-
men besonders ausgeprägt. In der entspre-
chenden Abbildung wurde der Schwellen-
wert aus Gründen der Übersichtlichkeit auf
mindestens drei gemeinsame Beteiligungen
gesetzt.
Korrelationskoeffizient
Der im Förderatlas verwendete Spearman-
sche Rang-Korrelationskoeffizient vergleicht
diskrete Verteilungen. Im Förderatlas dient er
dazu, Rangreihen auf ihre Reihenfolge hin zu
vergleichen. Der Wertebereich liegt zwischen
-1,0 und 1,0. Ein Koeffizient von 1,0 wäre ge-
geben, wenn beide Reihen komplett identisch
wären, der Wert -1,0 würde auf zwei kom-
plett gegenläufige Rangreihen verweisen.
OECD-Statistik
Datenquelle zu den internationalen FuE-Aus-
gaben ist die Publikation „Main Science and
Technology Indicators“, die zweimal pro Jahr
von der Organisation für wirtschaftliche Zu-
sammenarbeit und Entwicklung (OECD) ver-
öffentlicht wird. Die FuE-Aktivitäten werden
nach dem sogenannten Frascati-Handbuch
international nach dem gleichen Standard
und anhand der Sektoren Wirtschaft (BERD,
Business Enterprise Expenditure on R&D),
Staat (GOVERD, Government Intramural Ex-
penditure on R&D), Hochschulen (HERD,
Higher Education Expenditure on R&D) und
Private Organisationen ohne Erwerbszweck
(PNP, Private non-profit) erhoben. Für
Deutschland werden im Staatssektor die Aus-
gaben der außeruniversitären Forschungsein-
richtungen berichtet.
Profilanalysen
Die Visualisierungen der Profilanalysen wur-
den am Max-Planck-Institut für Gesellschafts-
forschung in Köln entwickelt und erlauben es,
über die Darstellung der prozentualen förder-
bereichsspezifischen Bewilligungen das fach-
liche Profil dieser Hochschulen untereinander
zu vergleichen und Ähnlichkeiten herauszu-
arbeiten.
Dazu werden zum einen die Fach- oder
Fördergebiete durch Kreissymbole dargestellt,
1...,180,181,182,183,184,185,186,187,188,189 191,192,193,194,195,196,197,198,199
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