Förderatlas 2015 - page 189

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7.2 Methodenglossar
Verteilungen. Es eignet sich gut, um Konzen-
trations- oder Dekonzentrationsprozesse in
einer Kennzahl zu vereinen. Dabei liegt der
normierte Wert des Gini-Koeffizienten grund-
sätzlich zwischen 0 und 1. Niedrigere Werte
zeugen von einer stärkeren Gleichverteilung
oder Dekonzentration, während höhere Wer-
te eine stärkere Ungleichverteilung oder Kon-
zentration anzeigen. Berücksichtigt werden
in der Untersuchung alle Hochschulen, die im
Zeitraum 2003 bis 2013 jedes Jahr eine fach-
lich differenzierte Gesamtbewilligungssum-
me von mehr als 1 Million Euro von der DFG
zugesprochen bekommen haben. Die Analyse
erfolgt auf der Ebene der 48 Forschungsfelder
der
DFG-Fachsystematik. Die institutionelle
Zuordnung erfolgt auf Basis der
DFG-Ein-
richtungsdatenbank. Dabei werden Änderun-
gen in der Hochschullandschaft, wie beispiels-
weise die Gründung des
KIT Karlsruhe,
rückwirkend berücksichtigt.
Hochschulfinanzen
Die Daten zu den finanziellen Ressourcen der
Hochschulen beziehen sich auf das Berichts-
jahr 2012. Bei den Zeitreihenanalysen wird
die Entwicklung über einen Zeitraum von
zehn Jahren analysiert (2003 bis 2012).
Die Gesamteinnahmen der Hochschulen
setzen sich in der Hochschulfinanzstatistik
aus den Verwaltungseinnahmen (einschließ-
lich Einnahmen aus der Krankenversorgung),
Drittmitteleinnahmen und Grundmitteln zu-
sammen. Dabei wird bei den Hochschulen
nur ein Teil der Einnahmen als FuE-relevant
klassifiziert(
OECD-Statistik).Drittmittelein-
nahmen werden bei den Hochschulen zu 100
Prozent als FuE-relevant eingeordnet. Die
Grundmittelfinanzierung wird jedoch nur
anteilig zu den FuE-Aktivitäten gerechnet.
Unterschieden wird nach Hochschulart und
Fächergruppe, um zum Beispiel den ent-
sprechenden Anteil der Lehraktivität zu
berücksichtigen.
Hochschulpersonal
Die Daten zum Hochschulpersonal stammen
vom Statistischen Bundesamt und beziehen
sich auf den Stichtag 1.12.2012. Die im För-
deratlas verwendeten Personalzahlen umfas-
sen das hauptberuflich tätige wissenschaft-
liche und künstlerische Personal inklusive der
Professorinnen und Professoren.
Zu den Professorinnen und Professoren
zählen nach der Definition des Statistischen
Bundesamts alle Personen mit den Dienstbe-
zeichnungen C4, C3, C2, W3, W2 sowie Junior-
professorinnen und -professoren und haupt-
amtliche Gastprofessorinnen und -professoren.
Das hauptberuflich tätige wissenschaftliche
und künstlerische Personal umfasst zusätzlich
zu der Personalgruppe der Professorinnen und
Professoren drei weitere Personalgruppen:
Dozentinnen/Dozenten und Assistentinnen/
Assistenten, wissenschaftliche und künstleri-
sche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter sowie Lehr-
kräfte für besondere Aufgaben. Ausgeschlos-
sen ist hingegen das nebenberuflich tätige wis-
senschaftliche und künstlerische Personal, das
die Personalgruppen der Gastprofessoren und
Emeriti, Lehrbeauftragte, Honorarprofessoren,
Privatdozenten, außerplanmäßige Professoren,
wissenschaftliche Hilfskräfte, Tutoren und stu-
dentische Hilfskräfte umfasst.
Dabei stellen die hier genutzten Personal-
daten keine Vollzeitäquivalente (im Gegen-
satz zu den Personaldaten der
außeruni-
versitären Forschungseinrichtungen) dar,
sondern die Anzahl der angestellten Personen
(Kopfzahlen).
Die vom Statistischen Bundesamt zur Ver-
fügung gestellten Daten sind auf Ebene der
14 DFG-Fachgebiete aggregiert (vgl. Tabelle
Web-32 unter
Der
Anteil des Personals, der fachlich keinem der
DFG-Fachgebiete und Wissenschaftsbereiche
unmittelbar zugewiesen werden kann (zum
Beispiel zentrale wissenschaftliche Einrich-
tungen), wurde – gewichtet nach der Fächer-
verteilung der Hochschule – dem Personal der
Fachgebiete und Wissenschaftsbereiche auf-
geschlagen. Die personalrelativierte Betrach-
tung je Wissenschaftsbereich in Kapitel 4.4
bis 4.7 betrachtet nur Hochschulen, an denen
20 und mehr Professorinnen und Professo-
ren beziehungsweise 100 und mehr Wissen-
schaftlerinnen und Wissenschaftler insgesamt
im Jahr 2012 im jeweils betrachteten Wissen-
schaftsbereich hauptberuflich tätig waren.
Dies stellt gegenüber dem Förderatlas 2012
eine Ausweitung der betrachteten Hochschu-
len dar.
Kartografische Netzwerkanalysen
Im Förderatlas wird je Wissenschaftsbereich
grafisch dargestellt, welche Hochschulen und
außeruniversitären Einrichtungen für 2011
bis 2013 gemeinsame Bewilligungen im Rah-
1...,179,180,181,182,183,184,185,186,187,188 190,191,192,193,194,195,196,197,198,...199
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