Förderatlas 2015 - page 182

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7 Anhang
7.2 Methodenglossar
Das folgende Übersicht bietet als alphabetisch sortierter Stichwortkatalog vertiefende Hinweise
zu den Datenquellen des Förderatlas sowie zu methodischen Fragen der Datenaufbereitung und
Analyse.
AiF-Förderung
Die Arbeitsgemeinschaft industrieller For-
schungsvereinigungen e.V. (AiF) setzt das
Förderprogramm Industrielle Gemeinschafts-
forschung (IGF) des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie (BMWi) um, und die
AiF Projekt GmbH ist als Projektträger mit
dem Zentralen Innovationsprogramm Mittel-
stand – Kooperationen (ZIM-KOOP) des
BMWi beauftragt. In einer gesonderten Be-
trachtung im Rahmen des Förderatlas wer-
den dabei das Förderprogramm IGF und die
Förderlinie ZIM-KOOP dargestellt (vgl. Tabel-
le 4-25). Die Analysen der Fördermittel in
den Programmen basieren auf von der AiF als
Sonderauswertung zur Verfügung gestellten
Daten zu laufenden beziehungsweise abge-
schlossenen FuE-Vorhaben im 3-Jahreszeit-
raum 2011 bis 2013.
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
Unter außeruniversitären Forschungseinrich-
tungen werden in diesem Bericht die Institute
und Zentren der folgenden Wissenschaftsor-
ganisationen verstanden: Fraunhofer-Gesell-
schaft (FhG), Helmholtz-Gemeinschaft (HGF),
Leibniz-Gemeinschaft (WGL) undMax-Planck-
Gesellschaft (MPG) sowie weitere Einrichtun-
gen wie beispielsweise Klinika, Bundes- und
Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben oder
AiF-Institute außerhalb von Industrie und
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.
Dabei wird im Förderatlas für die Bundes- und
Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben die
Bezeichnung Bundesforschungseinrichtungen
beziehungsweise Landesforschungseinrich-
tungen verwendet.
Die Finanz- und Personaldaten der außer-
universitären Einrichtungen bilden das Jahr
2012 ab und stammen aus der Fachserie
„Ausgaben, Einnahmen und Personal der öf-
fentlich geförderten Einrichtungen für Wis-
senschaft, Forschung und Entwicklung“ des
Statistischen Bundesamts (Fachserie 14, Reihe
3.6).
Die Personalzahlen der außeruniversitären
Forschungseinrichtungen (siehe Tabelle 2-3)
beinhalten die Personalgruppe „Wissen-
schaftliches Personal“ des Personals für For-
schung und Entwicklung der wissenschaft-
lichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors
(Tabelle 6.1 der Fachserie 14, Reihe 3.6).
Nicht einbezogen ist das technische und sons-
tige Personal. Das wissenschaftliche Personal
ist – differenziert nach Geschlecht – ausge-
wiesen für die FhG, HGF, MPG, WGL, Bun-
desforschungseinrichtungen, Landes- und
kommunale Forschungseinrichtungen, wis-
senschaftliche Bibliotheken und Museen so-
wie für sonstige öffentlich geförderte Organi-
sationen ohne Erwerbszweck, unter die auch
Akademien subsumiert werden. Die Zahlen
spiegeln Vollzeitäquivalente wider – im Un-
terschied zu den Personaldaten der Hoch-
schulen (
Hochschulpersonal).
AvH-Förderung
Die Förderung durch die Alexander von
Humboldt-Stiftung (AvH) bezieht sich auf die
Anzahl geförderter Gastaufenthalte im 5-Jah-
reszeitraum 2009 bis 2013. Durch diesen län-
geren Zeitraum (wie bei
DAAD und
ERC)
wird gewährleistet, dass jährliche Zufälligkei-
ten nicht so stark ins Gewicht fallen. In den
Daten sind sowohl Forschungsstipendiatin-
nen und -stipendiaten als auch Humboldt-
Preisträgerinnen und -Preisträger enthalten.
Bei der Definition des Begriffs „AvH-Geför-
derte“ sind in dieser Statistik zwei Aspekte zu
beachten. Zum einen: Gezählt werden Gast-
aufenthalte an deutschen Wissenschaftsein-
richtungen mit einer Mindestdauer von ei-
nem Monat. Zum anderen: Ein Stipendium
beziehungsweise ein Preis kann bei der AvH
jeweils in mehrere Besuchszeiträume an ei-
ner oder auch an verschiedenen deutschen
Gasteinrichtungen gegliedert sein. In den Fäl-
len, in denen mehrere Aufenthalte innerhalb
eines Stipendiums oder Preises an derselben
Einrichtung absolviert wurden, wird dies hier
als ein Gastaufenthalt gezählt. Wenn hinge-
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