Förderatlas 2015 - page 18

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1 Einleitung
Breites Angebot an Kennzahlen
jenseits reinen „Drittmittel-Erfolgs“
Die DFG begleitet die beschriebenen Entwick-
lungen seit 1996 mit einem Monitoring öf-
fentlich finanzierter Forschung. Zu Beginn
hat die Berichtsreihe ausschließlich beleuch-
tet, mit welchem Erfolg Hochschulen bei der
DFG Drittmittel eingeworben haben. Mit den
zwischenzeitlich als „Förder-Ranking“ be-
zeichneten Ausgaben wurden im Laufe der
Jahre zunehmend sowohl andere Drittmittel-
quellen als auch andere nicht monetäre
Kennzahlen in das Berichtssystem integriert.
Dabei haben die oben genannten Sekundär-
ziele immer wieder Akzentuierungen einzel-
ner Berichtsausgaben begründet: Bereits 2003
wurde das Thema der internationalen Zusam-
menarbeit genauer betrachtet, indem bei-
spielsweise untersucht wurde, in welchem
Umfang sich deutsche Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler im 5. Rahmenprogramm
der EU mit Partnern aus anderen Ländern in
gemeinsamen Projekten „vernetzen“.
Seit 2006 erfährt das Thema „Profilbildung
von Hochschulen“ besondere Beachtung, in-
dem seither nicht nur Entwicklungen in ein-
zelnen Fachgebieten betrachtet werden, son-
dern auch der jeweils typische „Fächer-Mix“
der Hochschulen analysiert und grafisch dar-
gestellt und vergleichbar gemacht wird. Mit
der Ausgabe 2009 hat das Thema der regio-
nalen Profilbildung stark an Gewicht gewon-
nen, indem seither die Kennzahlen des För-
deratlas kartografisch dargestellt und so auch
im Sinne von „Forschungslandkarten“ lesbar
werden. Und im Jahr 2012 erfuhr schließlich
das Gleichstellungsthema besondere Aufmerk-
samkeit.
Fokus Exzellenzinitiative
In dieser Ausgabe des DFG-Förderatlas steht
die Exzellenzinitiative des Bundes und der
Länder im Mittelpunkt der Betrachtung. Hier-
zu werden in einzelnen Kapiteln und Unter-
kapiteln Sonderanalysen zur Exzellenzini-
tiative präsentiert. Die Initiative erfährt aber
auch in vielen anderen, aus früheren Ausga-
ben des Förderatlas bekannten Analysekon-
texten besondere Aufmerksamkeit.
Bezogen auf die Wirkungen dieses Pro-
gramms gibt es eine Vielzahl an Erwartungen:
allzu oft nach dem einfach gedachten Modell
„mehr Geld = mehr Ertrag in den Dimensio-
nen X bis Y“. Der Förderatlas 2015 nutzt das
in den letzten Jahren entwickelte Set an
Kennzahlen, um sowohl für die Hochschulen,
die unmittelbar von den mit der Exzellenz-
initiative zusätzlich bereitgestellten Mitteln
profitieren, wie auch für das gesamte System
zu beschreiben, welche Veränderungen sich
hinsichtlich spezifischer Dimensionen ab-
zeichnen. Dies erfolgt jedoch nicht mit dem
Anspruch, entsprechende Veränderungen ge-
mäß einem Ursache-Wirkungs-Modell zu er-
klären.
Der Berichtskreis des Förderatlas
umfasst insbesondere Hochschulen
und außeruniversitäre
Forschungseinrichtungen
Im Mittelpunkt der Analysen des Förderatlas
stehen die Hochschulen und hier insbesonde-
re die Universitäten. Dort tätige Wissenschaft-
lerinnen und Wissenschaftler sind die Kern-
klientel der DFG und auch darüber hinaus die
Hauptnutzer der von der öffentlichen Hand
bereitgestellten Mittel zur Forschungsförde-
rung. Bezogen auf die außeruniversitäre For-
schung konzentrieren sich die im Förderatlas
vorgestellten Kennzahlen auf die Mitglieder
der großen Forschungsverbünde Fraunhofer-
Gesellschaft (FhG), Helmholtz-Gemeinschaft
(HGF), Leibniz-Gemeinschaft (WGL) sowie
Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Der Wirt-
schaftssektor schließlich findet Beachtung in
den Überblicksstatistiken des einführenden
Kapitels zur öffentlich geförderten Forschung
in Deutschland sowie in Darstellungen zur
Beteiligung an den Programmen von Bund
und EU.
Fachliche Profile und Profilentwicklung
von Hochschulen
Seit 2006 dokumentiert diese Berichtsreihe
Analysen, mit denen die fachlichen Profile
von Hochschulen grafisch dargestellt und
bezüglich ihrer Profilähnlichkeit verglichen
werden. Datenbasis bilden hier die DFG-
Bewilligungen in bestimmten Fachgebieten
und Fachkollegien beziehungsweise bezo-
gen auf Bund und EU in den dort ausgewie-
senen Förderfeldern. Wie in den bisherigen
Ausgaben werden auch im Förderatlas 2015
„Momentaufnahmen“ der fachlichen Profile
von Hochschulen präsentiert – nun aller-
dings bezogen auf die DFG mit einer um die
hier betreuten Förderlinien der Exzellenz-
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