Förderatlas 2015 - page 167

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5.2 Fachgebietsübergreifende Zusammenarbeit
5.2 Fachgebietsübergreifende
Zusammenarbeit
5.2.1 Beteiligte Wissenschaftsbereiche
Im Mittelpunkt der folgenden Betrachtung
stehen die Förderlinien Graduiertenschulen
und Exzellenzcluster der Exzellenzinitiative.
Wie Tabelle 5-1 ausweist, wurden in beiden
Linien von den verantwortlichen Sprecherin-
nen und Sprechern jeweils 234 beziehungs-
weise 233 unterschiedliche Fachrichtungen
mit einer Häufigkeit von 423 Nennungen pro
Förderlinie benannt. Deren wie eben be-
schriebene Klassifikation mithilfe der DFG-
Fachsystematik ermöglicht die statistische
Betrachtung dieser Nennungen in der Unter-
scheidung nach vier Wissenschaftsbereichen
FR
(vgl. Abbildung 5-1).
Sofort ins Auge fällt der Befund, dass sich
bei den Graduiertenschulen ein großer Teil
der Fachrichtungen auf das geistes- und sozial-
wissenschaftliche Fächerspektrum konzent-
riert. Mit 167 von 423 Nennungen sind annä-
hernd 40 Prozent der genannten Fachrich-
tungen diesem Wissenschaftsbereich
FR
zuzu-
ordnen. Bei denExzellenzclustern dominieren
dagegen die Natur- sowie die Lebenswissen-
schaften (29 beziehungsweise 34 Prozent).
Diese auf Basis der von Sprecherinnen und
Sprechern genannten Fachrichtungen ermit-
telten Anteile der vier Wissenschaftsbereiche
entsprechen recht genau den Anteilen, die
sich ergeben, wenn man auf die Zuordnung
zugreift, die in der DFG-Geschäftsstelle maß-
geblich für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit
vorgenommen wird
4
.
Vergleicht man die Anteile mit der im
dritten Balken der Grafik ausgewiesenen
Verteilung für die Gesamtheit der von der
DFG betreuten Koordinierten Programme
(ohne Exzellenzinitiative) zeigt sich als wei-
tere Übereinstimmung eine hohe Profilähn-
lichkeit der Förderlinie Exzellenzcluster zu
dem für die DFG insgesamt typischen Mus-
ter. Die Graduiertenschulen erweisen sich
demgegenüber als überdurchschnittlich den
Geistes- und Sozialwissenschaften zuge-
wandt.
4
Vgl. beispielhaft die im Internet der DFG angebo-
tenen und nach den vier Wissenschaftsbereichen
zu filternden Übersichten geförderter Graduierten-
schulen oder Exzellenzcluster unter
Tabelle 5-1:
Spezifizierte Fachrichtungen je DFG-Förderinstrument und Verbund
Förderinstrument
Fachrichtungen
Förderlinie
Anzahl
Verbünde
Anzahl
verschiedener
Fachrichtungen
Anzahl
Fachrichtungs-
Nennungen
Häufigkeit
Nennungen
pro Verbund
ø
Koordinierte Programme
1.146
2.072
7.867
3,8
6,9
Forschungszentren (FZT)
7
62
66
1,1
9,4
Sonderforschungsbereiche (SFB)
1)
339
1 012
2 741
2,7
8,1
Schwerpunktprogramme (SPP)
151
448
959
2,1
6,4
Forschergruppen (FOR)
2)
334
739
1 863
2,5
5,6
Graduiertenkollegs (GRK)
315
978
2 238
2,3
7,1
Exzellenzinitiative
98
381
846
2,2
8,6
Graduiertenschulen (GSC)
3)
49
234
423
1,8
8,6
Exzellenzcluster (EXC)
49
233
423
1,8
8,6
Insgesamt
1.244
2.194
8.713
4,0
7,0
1)
Einschließlich der Varianten Transregios, Transferbereiche und Forschungskollegs
2)
Einschließlich der Variante Klinische Forschergruppen
3)
Ohne GSC 81 (TU München) und GSC 98 (U Bochum), die als fakultäts- beziehungsweise einrichtungsübergreifende Graduiertenschulen ohne fachliche
Fokussierung konzipiert sind
Datenbasis und Quelle:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Jährliche Befragung von Sprecherinnen und Sprechern neu eingerichteter Verbünde zu deren Fachrichtungen
Berechnungen der DFG
1...,157,158,159,160,161,162,163,164,165,166 168,169,170,171,172,173,174,175,176,177,...199
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