Förderatlas 2015 - page 15

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Vorwort
Professor Dr. Peter Strohschneider
Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Professor Dr. Dr. h.c. Horst Hippler
Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
tierte Befunde, die auf das allgemeine DFG-
Förderhandeln rekurrieren, verdienen in
diesem Zusammenhang Beachtung:
Noch nie haben so viele Hochschulen und
außeruniversitäre Forschungseinrichtun-
gen Mittel bei der DFG eingeworben wie
im Berichtszeitraum dieses Förderatlas.
Und seit der 2009er-Ausgabe, die die Jahre
2005 bis 2007 betrachtet, nimmt die Diffe-
renz zwischen der eingeworbenen Summe
der erfolgreichsten Hochschule und den
darauffolgenden Hochschulen kontinuier-
lich ab (vgl. Kapitel 3 und Kapitel 4).
Die meisten Hochschulen sind mit Bezug
auf die Fächer, für die sie bei der DFG Mit-
tel einwerben, heute breiter aufgestellt als
noch zu Beginn der 2000er-Jahre; nur
sehr wenige Hochschulen fokussieren
heute auf weniger Fächer. Der Regelfall ist
fachliche Diversifizierung (vgl. Kapitel 4.3).
Der Beitrag der Exzellenzinitiative zur wei-
teren Profilierung forschungsstarker Arbeits-
gruppen an (zumeist) größeren Hochschu-
len resultiert also zumindest mit Blick auf
die DFG nicht in einer zunehmenden Un-
gleichverteilung ihrer Mittel, weder auf
Hochschulen noch auf Fächer. Im Gegenteil
profitieren heute mehr Hochschulen und
mehr Fächer von den auch in den anderen
Förderprogrammen der DFG bereitgestellten
Mitteln.
Befunde wie diese zeigen, wie hilfreich
die in diesem Bericht aufbereiteten Fakten
für eine sachliche Debatte ansonsten oft nur
vermuteter Entwicklungen sein können,
und sie empfehlen den Förderatlas einer
ebenso ausführlichen wie aufmerksamen
Lektüre. Allen, die in vielfacher Weise zu
diesem Werk beigetragen haben, danken wir
sehr herzlich.
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