Förderatlas 2015 - page 140

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4 Fachliche Förderprofile von Forschungseinrichtungen
sellschaft
in Berlin. Nicht sehr viel weniger,
nämlich gut 79 Millionen Euro, werben Insti-
tute der Helmholtz-Gesellschaft ein. Zu nen-
nen ist beispielsweise das
Helmholtz-Zent-
rum für Ozeanforschung (GEOMAR)
17
in
Kiel.
An der direkten FuE-Förderung des Bun-
des partizipieren außeruniversitär insbeson-
dere Institute der Helmholtz-Gemeinschaft.
Fast 350 Millionen Euro gehen allein an ihre
Einrichtungen. Hierzu gehören vor allem die
Großforschungseinrichtungen wie das
Deut-
sche Elektronen-Synchrotron (DESY)
in
Hamburg und das
Helmholtzzentrum für
Schwerionenforschung
in Darmstadt.
Weitere spezialisierte Einrichtungen wie
beispielsweise das
Facility for Antiproton
and Ion Research in Europe (FAIR)
in
Darmstadt erhalten in der Summe 166 Milli-
onen Euro. Auch die Max-Planck-Gesell-
schaft ist mit mehreren Instituten, etwa dem
Max-Planck-Institut für extraterrestri-
sche Physik
in Garching, an der direkten
Projektförderung des Bundes beteiligt. Ins-
17
Das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
(GEOMAR) zählte im vorherigen Förderatlas noch
zur Leibniz-Gesellschaft. In diesem Bericht wird
es für den gesamten Zeitraum 2011 bis 2013 der
Helmholtz-Gemeinschaft zugerechnet.
gesamt hat die MPG in den Naturwissen-
schaften hier fast 100 Millionen Euro einge-
worben.
Übersichten der bei DFG, Bund und EU
insgesamt aktiven Hochschulen und außer-
universitären Forschungseinrichtungen in
den Naturwissenschaften gehen aus Tabelle
Web-10, Web-19, Web-23, Web-24, Web-26
und Web-28 unter
hervor.
Einrichtungsübergreifende
Zusammenarbeit in den Naturwissen-
schaften besonders ausgeprägt
In Abbildung 4-12 sind die Beziehungen der
Einrichtungen auf Basis gemeinsamer Beteili-
gungen an DFG-Verbünden dargestellt. Einen
Einblick in die Methodik gibt Kapitel 4.4.
Die Vernetzung ist in den Naturwissen-
schaften besonders stark ausgeprägt. Das
Netzwerk wird von 170 Einrichtungen getra-
gen, davon 100 Institute des außeruniversitä-
ren Sektors. In der Abbildung sind Einrich-
tungen dargestellt, die an mindestens drei
Verbünden gemeinsam beteiligt waren. Ein-
richtungsübergreifende Kooperationen, visu-
alisiert durch die Verbindungslinien, werden
gezeigt, wenn mindestens drei gemeinsame
Tabelle 4-15:
Beteiligung
1)
an Förderprogrammen für Forschungsvorhaben von DFG, Bund und EU nach Art der Einrichtung
in den Naturwissenschaften
Art der Einrichtung
DFG-
Bewilligungen
Direkte FuE-Projekt-
förderung des Bundes
FuE-Förderung
im 7. EU-FRP
2)
Mio €
%
Mio €
%
Mio €
%
Hochschulen
1.430,0
85,1
656,3
46,0
27,3
30,2
Außeruniversitäre Einrichtungen
249,7
14,9
770,6
54,0
62,9
69,8
Fraunhofer-Gesellschaft (FhG)
2,9
0,2
65,2
4,6
7,1
7,8
Helmholtz-Gemeinschaft (HGF)
79,4
4,7
348,7
24,4
23,5
26,0
Leibniz-Gemeinschaft (WGL)
50,4
3,0
79,4
5,6
8,7
9,7
Max-Planck-Gesellschaft (MPG)
85,0
5,1
98,2
6,9
6,0
6,7
Bundesforschungseinrichtungen
10,9
0,7
13,7
1,0
1,9
2,1
Weitere Einrichtungen
21,0
1,3
165,5
11,6
15,7
17,4
Insgesamt
1.679,6
100,0
1.426,9
100,0
90,2
100,0
1)
Nur Fördermittel für deutsche und institutionelle Mittelempfänger (ohne Industrie und Wirtschaft)
2)
Die hier ausgewiesenen Fördersummen zum 7 EU-Forschungsrahmenprogramm sind zu Vergleichszwecken auf einen 3-Jahreszeitraum entsprechend
den Betrachtungsjahren der Fördersummen von DFG und Bund umgerechnet Insgesamt haben die ausgewiesenen Einrichtungen im hier betrachteten
Wissenschaftsbereich 210,5 Millionen Euro im 7 EU-Forschungsrahmenprogramm erhalten Weitere methodische Ausführungen sind dem Methoden-
glossar im Anhang zu entnehmen
Datenbasis und Quellen:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Direkte FuE-Projektförderung des Bundes 2011 bis 2013 (Projektdatenbank PROFI)
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): DFG-Bewilligungen für 2011 bis 2013
EU-Büro des BMBF: Beteiligungen am 7 EU-Forschungsrahmenprogramm (Laufzeit: 2007 bis 2013, Projektdaten mit Stand 21 02 2014)
Berechnungen der DFG
1...,130,131,132,133,134,135,136,137,138,139 141,142,143,144,145,146,147,148,149,150,...199
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