Förderatlas 2015 - page 139

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4.6 Förderprofile in den Naturwissenschaften
und das
Leibniz-Institut für Pflanzen-
genetik und Kulturpflanzenforschung
(IPK)
in Gatersleben, die jeweils über 2 Milli-
onen Euro DFG-Bewilligungen erhalten ha-
ben.
Übersichten der bei der DFG insgesamt ak-
tiven Hochschulen und außeruniversitären
Forschungseinrichtungen in diesem Fachge-
biet gehen aus Tabelle Web-9 und Web-19
unter
hervor.
4.6 Förderprofile in den
Naturwissenschaften
Die DFG ist mit über 1.400 Millionen Euro
Förderung im 3-Jahreszeitraum der größte
Drittmittelförderer der Naturwissenschaften
an deutschen Hochschulen. Über die unmit-
telbar für naturwissenschaftliche Forschungs-
projekte direkt bewilligten Summen spielen
gerade hier die für Forschungsinfrastrukturen
und dabei insbesondere die für wissenschaft-
liche Großgeräte bereitgestellten Mittel eine
wichtige Rolle (vgl. Kapitel 3.3). Naturwis-
senschaftliche Forschung ist für die Mehrzahl
der Hochschulen konstitutiv (vgl. Abbildung
4-1 und 4-2). Gerade hier ergeben sich viel-
fältige Kooperationsbezüge sowohl innerhalb
des naturwissenschaftlichen Fächerspekt-
rums wie auch im Wechselspiel zu den Inge-
nieur- sowie den Lebenswissenschaften. In
Kapitel 5, das sich der Frage nach der interdis-
ziplinären Ausrichtung von Graduiertenschu-
len und Exzellenzclustern widmet, wird die
besondere Rolle, die dabei gerade naturwis-
senschaftliche Fächer einnehmen, weiter ver-
tieft.
4.6.1 Überblick
Gegenüber dem vorherigen Förderatlas ist die
durch die DFG bereitgestellte Bewilligungs-
summe in den Naturwissenschaften um
knapp 7 Prozent gestiegen (DFG, 2012: 138).
Neben der DFG hat auch der Bund seine Pro-
jektförderung im Bereich der Naturwissen-
schaften ausgebaut. Mit einer Summe von
fast 1.430 Millionen Euro finanziert er diesen
Wissenschaftsbereich nun in ähnlicher Höhe
wie die DFG. Demgegenüber fällt die auf ei-
nen vergleichbaren 3-Jahreszeitraum umge-
rechnete Förderung der EU in Höhe von 90
Millionen Euro deutlich geringer aus (vgl. Ta-
belle 4-15).
Die beiden größten Förderer in den Natur-
wissenschaften, DFG und Bund, erreichen je-
weils etwas unterschiedliche Kundenkreise:
Während die DFG mit über 85 Prozent ihrer
Bewilligungen vor allem Forschung an Hoch-
schulen unterstützt, gehen 54 Prozent der
Mittel des Bundes an außeruniversitäre Ein-
richtungen.
Die Institute der Max-Planck-Gesellschaft
erhalten von den außeruniversitären Einrich-
tungen die meisten DFG-Mittel, insgesamt 85
Millionen Euro, darunter zum Beispiel das
Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Ge-
Tabelle 4-14:
Die Hochschulen mit den höchsten DFG-Bewilli-
gungen für 2011 bis 2013 im Fachgebiet Agrar-,
Forstwissenschaften, Gartenbau und Tiermedizin
Hochschule
Gesamt
Mio €
Göttingen U
15,3
Hohenheim U
12,1
München TU
8,0
Bonn U
7,9
Gießen U
6,7
Hannover TiHo
6,6
Berlin FU
5,4
Bayreuth U
4,4
Freiburg U
3,8
Berlin HU
3,3
Hannover U
3,2
München LMU
2,8
Kiel U
2,7
Halle-Wittenberg U
2,5
Kassel U
2,5
Hamburg U
2,0
Leipzig U
1,5
Koblenz-Landau U
1,4
Berlin TU
1,1
Jena U
1,1
Rang 1–20
94,4
Weitere HS
1)
11,5
HS insgesamt
105,9
Basis: N HS
54
1)
Daten zu weiteren Hochschulen gehen aus der Tabelle Web-9 unter
hervor
Datenbasis und Quelle:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): DFG-Bewilligungen für
2011 bis 2013
Berechnungen der DFG
1...,129,130,131,132,133,134,135,136,137,138 140,141,142,143,144,145,146,147,148,149,...199
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