Förderatlas 2015 - page 135

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4.5 Förderprofile in den Lebenswissenschaften
Biologie und Medizin prägt vor allem die in
der Mitte links angeordneten Hochschulen.
Beispielsweise weist die
U Osnabrück
mehr
als 54 Prozent ihrer Bewilligungen in den Le-
benswissenschaften in diesem Forschungs-
feld auf.
In der Abbildung oben dargestellt sind die
Hochschulen mit einem auf die Agrar-, Forst-
wissenschaften, Gartenbau und Tiermedizin
fokussierenden DFG-Forschungsprofil. Bei-
spielsweise wirbt die
U Hohenheim
66 Pro-
zent ihrer DFG-Bewilligungen in den Lebens-
wissenschaften in diesem Forschungsfeld ein.
Auch die
U Bayreuth
hat einen Schwerpunkt
in diesem Bereich. Die deutlich kleineren
Forschungsfelder Zoologie und Pflanzenwis-
senschaften sind bei einzelnen Einrichtungen
relativ stark vertreten (vgl. Tabelle 4-12), sind
aber für keine Hochschule ausdrücklich pro-
filprägend.
U Göttingen sehr beliebt bei AvH- und
DAAD-Geförderten – ERC Grantees
bevorzugen die LMU München
Insgesamt 59 Hochschulen wurden im Zeit-
raum von 2009 bis 2013 von AvH-geförder-
ten Gastwissenschaftlerinnen und -wissen-
schaftlern der Lebenswissenschaften besucht,
58 Hochschulen von DAAD-Geförderten (vgl.
Tabelle 4-11). Bei beiden Förderern zählt die
U Göttingen
die meisten Aufenthalte. Be-
merkenswert ist auch die hohe Attraktivität
der
U Gießen
sowie der
U Hohenheim
für
DAAD-geförderte Aufenthalte.
Im Vergleich der Wissenschaftsbereiche
können die Lebenswissenschaften an deut-
schen Hochschulen mit insgesamt 132 ERC-
Geförderten besonders viele ERC Grants ein-
werben. Die
LMU München,
die, wie die
vorherige Tabelle auswies, in den Lebenswis-
senschaften die führende Rolle bezogen auf
das absolute DFG-Bewilligungsvolumen ein-
nimmt, ist hier auch für ERC-geförderte Wis-
senschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine
„erste Adresse“.
Ausführliche Tabellen zur Zahl der AvH-,
DAAD- und ERC-Geförderten je Hochschule
und außeruniversitärer Forschungseinrich-
tung finden sich als Tabelle Web-27, Web-29,
Web-30 und Web-31 unter
4.5.2 Biologie
Für das Fachgebiet Biologie zeigt Tabelle 4-12
die absoluten DFG-Bewilligungen je Hoch-
schule differenziert nach den drei biologi-
schen Forschungsfeldern Grundlagen der
Biologie und Medizin, Pflanzenwissenschaf-
ten und Zoologie für die 20 bewilligungs-
aktivsten Hochschulen.
Während die DFG-Bewilligungssumme in
den Lebenswissenschaften insgesamt gegen-
über dem Berichtszeitraum des Förderatlas
2012, wie in Kapitel 4.5.1 beschrieben, um
13 Prozent gestiegen ist, betrug diese Steige-
rung im Fachgebiet Biologie knapp 5 Pro-
zent. Dabei hat die
LMU München
ihr
DFG-Bewilligungsvolumen in der Biologie
gehalten, während insbesondere die
U Göt-
tingen
und die
U Heidelberg
ihre DFG-
Förderung deutlich ausbauen konnten. Die
Steigerung des DFG-Bewilligungsvolumens
wird an beiden Standorten durch eine Viel-
zahl von Projekten in fast allen Förderinstru-
menten der DFG getragen. An der
U Hei-
delberg
ist der Exzellenzcluster
„Zelluläre
Netzwerke: Von der Analyse molekularer Mecha-
nismen zum quantitativen Verständnis komplexer
Funktionen“
teilweise in diesem Fachgebiet zu
Hause. An der
U Göttingen
sind Angehörige
der entsprechenden Disziplinen in der
„Göt-
tinger Graduiertenschule für Neurowissenschaf-
ten, Biophysik und Molekulare Biowissenschaf-
ten“
engagiert.
Die Max-Planck-Gesellschaft konnte mit
dem
Max-Planck-Institut für Biochemie
(MPIB)
in Martinsried, dem
Max-Planck-
Institut für Pflanzenzüchtungsforschung
(MPIPZ)
in Köln und dem
Max-Planck-In-
stitut für biophysikalische Chemie
(MPIBPC)
in Göttingen sowie weiteren Insti-
tuten größere Summen im Fachgebiet Biolo-
gie bei der DFG einwerben. Aber auch das
Helmholtz-Zentrum München (HMGU)
und das
Europäische Laboratorium für
Molekularbiologie (EMBL)
gehören zu
den großen außeruniversitären Einrichtun-
gen, die bei der DFG im Fachgebiet Biologie
erfolgreich sind.
Übersichten der bei der DFG insgesamt ak-
tiven Hochschulen und außeruniversitären
Forschungseinrichtungen in der Biologie ge-
hen aus Tabelle Web-9 und Web-19 unter
hervor.
1...,125,126,127,128,129,130,131,132,133,134 136,137,138,139,140,141,142,143,144,145,...199
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