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Pressemitteilung Nr. 34 | 26. Juli 2018
Trauer um Carl Heinz Schiel

Langjähriger DFG-Generalsekretär im Alter von 95 Jahren verstorben

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) trauert um Dr. Carl Heinz Schiel. Der langjährige Generalsekretär der DFG ist am 23. Juli 2018 im Alter von 95 Jahren verstorben. „Carl Heinz Schiel war der DFG bis ins hohe Alter als Begleiter und Freund verbunden. Frühere Kolleginnen und Kollegen aus der Geschäftsstelle erinnern sich gerne daran, wie sehr ihm inmitten aller Veränderungen das menschliche Miteinander am Herzen lag. So werden wir an ihn denken“, würdigte die heutige Generalsekretärin Prof. Dorothee Dzwonnek den Verstorbenen.

Schiel stand 1965 bis 1987 als Generalsekretär an der Spitze der Geschäftsstelle der DFG. 1922 in Breslau geboren, war er nach dem rechtswissenschaftlichen Studium in Bonn und Köln sowie der Promotion und einer kurzen Tätigkeit als Richter 1956 in die DFG eingetreten. Hier war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig, später wurde er Senatsreferent.

Als Schiel am 1. Januar 1965 Nachfolger von Kurt Zierold – dem ersten Generalsekretär der DFG nach ihrer Wiedergründung 1951 – wurde, hatte die DFG 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein Jahresbudget von 140 Millionen DM. „Bereits zwei Jahre später hatte sich der Haushalt der DFG verdoppelt, so dass die erste Phase von Schiels Amtszeit davon gekennzeichnet war, neue Organisationsstrukturen zu schaffen und trotz des erheblichen Zuwachses auf die Aufrechterhaltung der Qualitätsmaßstäbe zu achten. Nachdem das ‚Haus bestellt‘ war, wandte sich Schiel zunehmend Aufgaben zu, die über den nationalen Rahmen hinausgingen. So konnte er mehr als 30 Kooperationsverträge mit ausländischen Partnerorganisationen mit unterzeichnen“, schrieb das DFG-Magazin „forschung“ zur Verabschiedung Schiels in den Ruhestand am 1. Juli 1987.

Bei derselben Gelegenheit hob der damalige DFG-Präsident, der 2015 verstorbene Biologe Prof. Dr. Hubert Markl, Schiels „Überzeugungskraft und Gelassenheit, Festigkeit und Sicherheit und lautlose und selbstverständliche Führung“ hervor. Und der seinerzeitige Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Dr. Eberhard Böning, würdigte Schiel mit den Worten: „Durch die Verbindung von Aktivität und Weitblick, von Großzügigkeit und menschlichem Beteiligtsein, von Sachlichkeit und Verhandlungsgeschick hat er allgemeine Anerkennung gefunden.“