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Gemeinsame Pressemitteilung

Pressemitteilung Nr. 29 | 6. Juli 2018
DFG und Fraunhofer vertiefen Zusammenarbeit beim Forschungstransfer

Gemeinsame Pilotinitiative soll Kooperationsprojekte von Universitäten, Fraunhofer-Instituten und Industriepartnern ermöglichen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft vertiefen die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Forschungstransfers. Dazu sollen Ausschreibungen für trilaterale Kooperationsprojekte erfolgen, die den Übergang von der Grundlagenforschung in die Anwendung verbessern. Der Rahmen für eine entsprechende Zusammenarbeit wurde nun vereinbart.

Gestartet wird die Initiative von DFG und Fraunhofer angesichts der Tatsache, dass hervorragende Grundlagenforschung der Universitäten nicht immer mit der notwendigen Geschwindigkeit die ökonomische und gesellschaftliche Wirkung erreicht. Oftmals scheitert es schon an der Suche nach geeigneten Partnern, sowohl seitens der Universitäten als auch der Industrie. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) verfügen häufig nicht über forschungsstarke Abteilungen, die als aktive Schnittstelle zur Grundlagenforschung fungieren. Gleiches gilt für Start-up-Unternehmen.

„Wir begrüßen die Kooperation ausdrücklich, denn sie stärkt die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Während die von der DFG geförderten Universitäten ihre neuesten Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung einbringen, fungieren die Fraunhofer-Institute als wichtige Mittler zwischen den Hochschulen und Anwendungspartnern, um einerseits die notwendige Vorlaufforschung durchzuführen und andererseits die Brücke zur Industrie herzustellen“, erklärt Fraunhofer-Präsident Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer. „Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bietet sich damit eine neue Möglichkeit, frühzeitig an technologischen Entwicklungen zu partizipieren und diese für ihre Wertschöpfung zu nutzen.“

DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider hebt hervor: „Forschung und Innovation entfalten nicht zuletzt dort vielfältige gesellschaftliche und ökonomische Wirkung, wo bloße Impact-Erwartungen nicht schon gleich ein Förderkriterium sein müssen. So geförderte und damit für eine weitere Verwertung eher überraschende Ergebnisse sollen jetzt durch die neue Form der Kooperation mit Fraunhofer eine systematische Chance auf Weiterentwicklung erhalten. Als Organisation der Wissenschaft legen wir dabei größten Wert auf einen fairen Ausgleich der Interessen und eine klare Beantwortung komplexer Verwertungsfragen.“

Die trilateralen Kooperationsprojekte werden auf den Ergebnissen DFG-geförderter Projekte basieren, die von den drei Partnern auf Grundlage eines gemeinsamen Arbeitsprogramms weiterentwickelt werden. Fraunhofer übernimmt dabei die Federführung bei der Verwertung der Projektergebnisse gegenüber den Anwendungspartnern oder bei weiteren Interessenten aus der Industrie. Im Gegenzug wird die Universität mit einem festen Prozentsatz an den Erlösen beteiligt.

Das Universitätsteilprojekt wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einer Hochschule geleitet. Die anderen Projektteile werden entsprechend von Mitarbeitenden der Fraunhofer Gesellschaft beziehungsweise vom Industriepartner verantwortet. Bei der Antragstellung muss der potentielle Industriepartner bereits ebenso bekannt sein wie dessen Beitrag am gemeinsamen Arbeitsprogramm. Die Rechte und Pflichten der drei Partner werden, wie bei Transferprojekten üblich, durch einen Kooperationsvertrag geregelt.

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