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Pressemitteilung Nr. 7 | 16. März 2018
DFG richtet 14 neue Schwerpunktprogramme ein

Themen vom digitalen Bild über iranisches Hochland bis zu medizinischer Bildgebung / Rund 80 Millionen Euro für drei Jahre

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 14 neue Schwerpunktprogramme (SPP) für das Jahr 2019 ein. In den SPP sollen wissenschaftliche Grundlagen besonders aktueller oder sich gerade bildender Forschungsgebiete untersucht werden. Vom Senat der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland wurden die neuen SPP aus insgesamt 53 eingereichten Initiativen ausgewählt.

Die nun bewilligten Programme decken die gesamte fachliche Breite in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften ab. Ihr Themenspektrum reicht vom digitalen Bild über die 3-D-Genomarchitektur in Entwicklung und Krankheit, die evolutionäre Optimierung neuronaler Systeme bis hin zu Perowskit-Halbleitern und eigenschaftsgeregelten Umformprozessen.

Alle Programme sind stark interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Methoden aus. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein zentrales Element und eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Einrichtung eines neuen Schwerpunktprogramms. Darüber hinaus weisen alle neuen SPP ein Gleichstellungskonzept auf.

Die nun angenommenen Programme beschreiben jeweils das Oberthema des Schwerpunktprogramms. In den kommenden Monaten werden die SPP einzeln von der DFG ausgeschrieben, die die daraufhin eingehenden Förderanträge auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zum jeweiligen Hauptthema prüfen wird. Für die 14 neuen SPP stehen in einer ersten Förderperiode für drei Jahre insgesamt rund 80 Millionen Euro bereit. Hinzu kommt eine 22-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Projekten. In der Regel werden die Schwerpunktprogramme sechs Jahre gefördert. Derzeit sind damit insgesamt 98 SPP in der Förderung.

Die neuen Schwerpunktprogramme, geordnet nach den Wissenschaftsbereichen, sind:

Geistes- und Sozialwissenschaften

  • Computational Literary Studies
    (Koordinator: Prof. Dr. Fotis Jannidis, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
  • Das digitale Bild
    (Koordinator: Prof. Dr. Hubertus Kohle, Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Das iranische Hochland: Resilienzen und Integration in vormodernen Gesellschaften
    (Koordinator: Prof. Dr. Thomas Stöllner, Ruhr-Universität Bochum)

Lebenswissenschaften

  • 3-D-Genomarchitektur in Entwicklung und Krankheit
    (Koordinator: Prof. Dr. Stefan Mundlos, Institut für Medizinische Genetik und Humangenetik, Charité, Universitätsmedizin Berlin)
  • Evolutionäre Optimierung neuronaler Systeme
    (Koordinator: Prof. Dr. Fred Wolf, Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen)
  • Molekulare Mechanismen funktioneller Phasenseparation
    (Koordinator: Prof. Dr. Edward A. Lemke, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
  • Radiomics: Nächste Generation der Medizinischen Bildgebung
    (Koordinator: Prof. Dr. Fabian Bamberg, Eberhard Karls Universität Tübingen)

Naturwissenschaften

  • Dynamische Benetzung flexibler, adaptiver und schaltbarer Oberflächen
    (Koordinator: Prof. Dr. Uwe Thiele, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
  • Neuartige Produktionsverfahren durch skalenübergreifende Analyse, Modellierung und Gestaltung von Zell-Zell- und Zell-Bioreaktor-Interaktionen (InterZell)
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Ralf Takors, Universität Stuttgart)
  • Perowskit-Halbleiter: Von fundamentalen Eigenschaften zur Anwendung
    (Koordinator: Prof. Dr. Lukas Schmidt-Mende, Universität Konstanz)

Ingenieurwissenschaften

  • Adaptive Modulbauweisen mit Fließfertigungsmethoden: schnell – verschwendungsarm – wandelbar
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Peter Mark, Ruhr-Universität Bochum)
  • Eigenschaftsgeregelte Umformprozesse
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Markus Bambach, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)
  • Kooperative mehrstufige multistabile Mikroaktorsysteme
    (Koordinator: Prof. Dr. Manfred Kohl, Karlsruher Institut für Technologie)
  • Skalierbare Interaktionsparadigmen für allgegenwärtige Rechnerumgebungen
    (Koordinatorin: Prof. Dr. Susanne Boll, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

Informationen erteilen auch die Koordinatorinnen und Koordinatoren der neuen Schwerpunktprogramme.

Zu DFG-Schwerpunktprogrammen siehe auch:

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