Bereichsnavigation

Pressemitteilung Nr. 33 | 14. Juli 2017
Bernd Rendel-Preis 2017: DFG zeichnet frühe Erfolge in den Geowissenschaften aus

Zwei Geowissenschaftlerinnen und ein Geowissenschaftler erhalten Preis im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft am 25. September 2017 in Bremen

Für ihre vielseitige und originelle Forschung bereits zu Beginn ihrer Laufbahn in den Geowissenschaften erhalten in diesem Jahr zwei Forscherinnen und ein Forscher den Bernd Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Jaayke Lynn Fiege, die sich in ihrer Doktorarbeit an den Universitäten in Hannover und Michigan der Lagerstättengeochemie widmet, Sinikka Tina Lennartz vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, die zur Quantifizierung und Auswirkung mariner Emissionen klimarelevanter Spurengase promoviert, sowie Sebastian Sippel, der im Rahmen seiner Promotion auf dem Feld der Geoökologie am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena forscht, haben unter den 16 eingegangenen Bewerbungen die Jury überzeugt. Sie bekommen je 1500 Euro für wissenschaftliche Zwecke aus der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwalteten Bernd Rendel-Stiftung. Das Preisgeld soll den Preisträgerinnen und Preisträgern die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglichen. Verliehen wird der Bernd Rendel-Preis 2017 am 25. September im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) in Bremen.

Zum Profil der Preisträgerinnen und des Preisträgers:

Jaayke Lynn Fiege (28), Institut für Mineralogie, Leibniz Universität Hannover

Den Bernd Rendel-Preis 2017 erhält Jaayke Lynn Fiege für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Bereich der Lagerstättengeochemie. Nach Abschluss ihres Studiums der Geowissenschaften an der Universität Hannover, begann sie ihre Promotion 2013 und ging kurz darauf – gefördert durch ein DAAD-Jahresstipendium – an die University of Michigan, wo sie mit dem renommierten Lagerstättenforscher Prof. Dr. Adam Simon arbeitete. In dieser Zeit entwickelte Fiege ein neues Modell für die Bildung der weltweit bedeutenden Kiruna-Typ-Eisenlagerstätten. Die Ergebnisse dieser Studien wie auch die ihrer Masterarbeit erschienen in international anerkannten Fachjournalen. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten kooperierte Fiege mit dem American Museum of Natural History, 2017 erhielt sie die Zusage für ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Sinikka Tina Lennartz (30), GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Im Rahmen ihrer Promotion am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung erforscht Sinikka Tina Lennartz seit 2013 die Freisetzung von schwefelhaltigen Gasen, denen eine große klimatische Bedeutung zugeschrieben wird, die jedoch bisher nur in geringem Umfang untersucht wurden. Die Jury zeigte sich von Lennartz’ hohem Maß an wissenschaftlicher Eigenständigkeit beeindruckt, das sie seit ihrem Studium der Geoökologie an den Universitäten in Tübingen und Braunschweig entwickelt hat. Sie ist Erstautorin dreier Publikationen und als Co-Autorin an drei weiteren Papers beteiligt – eines davon erschien in der renommierten Zeitschrift „Nature Climate Change“. Zudem hat sie eine neue Methode zur Quantifizierung der Schwefelgasemissionen entwickelt und die Mittel für das benötigte Messgerät selbst eingeworben. Lennartz verfüge, so die Jury, über eine breite Expertise, die von der Methodenentwicklung über die Datenerhebung an Bord von Forschungsschiffen bis hin zur Anwendung regionaler und globaler Modellsimulationen reiche. Sie wird deshalb mit dem Bernd Rendel-Preis 2017 ausgezeichnet.

Sebastian Sippel (29), Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena

Sein Studium der Geoökologie absolvierte Sebastian Sippel an der Universität Bayreuth, parallel dazu erwarb er im Rahmen eines Auslandsaufenthalts in Oxford einen Master of Science im Fach „Environmental Change and Management“. Seit 2014 promoviert er in Jena und Zürich über die Frage, wie sich klimatische Extremereignisse auf geoökologische Prozesse, insbesondere auf Interaktionen von Biosphäre und Atmosphäre, auswirken. Es geht also um die Frage, ob zunehmende Extremereignisse möglicherweise einen Effekt auf den globalen Kohlenstoffkreislauf haben. Für seine herausragenden Arbeiten im Bereich der Geoökologie, die sowohl auf Beobachtungen wie auch auf Modellergebnissen basieren, erhält Sippel den Bernd Rendel-Preis 2017. Die Jury überzeugte er, weil er sich nicht scheue, etablierte Ansätze zu hinterfragen. So bewies er in einer seiner neun Erstautoren-Publikationen in hervorragenden Fachzeitschriften, dass eine Reihe von früheren Studien den Anstieg in Temperaturextremen systematisch überschätzt habe.

Die DFG verleiht seit dem Jahr 2002 den Bernd Rendel-Preis, benannt nach dem früh verstorbenen Geologiestudenten Bernd Rendel, dessen Angehörige das Preisgeld gestiftet haben. Die Preisgelder werden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltet und jährlich an diplomierte, aber noch nicht promovierte Preisträgerinnen und Preisträger für wissenschaftliche Zwecke vergeben. Die Höhe der Preisgelder ist abhängig von den Stiftungserträgen.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG,
    Tel. +49 228 885-2109,
    presse@dfg.de

Weitere Informationen zum Bernd Rendel-Preis sowie den Preisträgerinnen und dem Preisträger finden Sie unter:

Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle:

Zusatzinformationen

© 2010-2017 DFG Aktualisierungsdatum: 14.07.2017Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

Textvergrößerung und Kontrastanpassung