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Pressemitteilung Nr. 17 | 29. Mai 2017
DFG-Europa-Preis an sechs Bundessieger von „Jugend forscht“

Mentorenprogramm bereitet Jungforscher auf europäische Wettbewerbsrunde in Tallinn vor

Motto des 52. Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“: Zukunft. Ich gestalte sie.
Motto des 52. Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“: Zukunft. Ich gestalte sie.
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Impressionen der Veranstaltung "Jugend forscht" am 28. Mai 2017

Motto des 52. Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“: Zukunft. Ich gestalte sie.
Motto des 52. Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“: Zukunft. Ich gestalte sie.
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Die Bundessieger Physik
Die Bundessieger Physik: Matthias Grützner, Julian Egbert und Arne Geipel mit Moderator Ranga Yogeshwar (li.) und Prof. Dr. Gerd Leuchs (r.), Direktor am Max-Planck-Institut für Physik des Lichts, Erlangen
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Die Bundessieger Chemie
Die Bundessieger Chemie: Johannes Waller und Philipp Kessler mit dem Moderator Ranga Yogeshwar (li.) und dem DFG-Vizepräsidenten Prof. Wolfgang Ertmer, der die Europa-Preise überreicht
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Der stolze Gewinner des Preises des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka (re.) und dem Moderator
Stolzer Gewinner des Preises des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka (re.) und dem Moderator
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Alle Europa-Preisträger 2017 mit dem DFG-Vizepräsidenten Prof. Ertmer
Alle Europa-Preisträger 2017 mit dem DFG-Vizepräsidenten Prof. Ertmer
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Die Preisträger des 52. Bundeswettbewerbs Jugend forscht
Die Preisträger des 52. Bundeswettbewerbs Jugend forscht
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Stand der Bundessieger Physik
Stand der Bundessieger Physik
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Stand der Bundessieger Chemie
Stand der Bundessieger Chemie
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Stand des Preisträgers für eine außergewöhnliche Arbeit
Stand des Preisträgers für eine außergewöhnliche Arbeit
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sechs junge Forscher mit ihrem Europa-Preis ausgezeichnet. Sie erhielten die Auszeichnung beim Finale des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ in Erlangen am 28. Mai 2017 zusätzlich zu ihren Bundessiegen in verschiedenen Wettbewerbskategorien. Der DFG-Europa-Preis soll die Schüler gezielt auf den europäischen Nachwuchsforscher-Wettbewerb European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) im September in Tallinn vorbereiten. Zudem erhalten sie ein Preisgeld von 1000 Euro.

In diesem Jahr ging der Europa-Preis der DFG an einen Einzelforscher und zwei Forschungsteams. Der 18-jährige Philipp Sinnewe vom Geschwister-Scholl-Gymnasium im saarländischen Lebach erhielt die Auszeichnung der DFG zusätzlich zum „Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit“. Sein Projekt „Fliegen mit weniger Treibstoff“ zielt darauf, energieeffizientere und klimafreundlichere Flugzeugtriebwerke zu entwickeln. Dazu baute der Saarländer ein Modell eines Strahltriebwerks, um so eine neue Treibstoffart zu testen. Statt Kerosin verwendete Sinnewe ein Wasser-Alkohol-Gemisch, mit dem sich etwa ein Drittel der CO2-Emissionen einsparen lassen – dies ergaben Versuche auf seinem selbst gebauten Triebwerk-Teststand.

Johannes Waller und Philipp Kessler aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg errangen den Bundessieg im Fachgebiet Chemie und den DFG-Europa-Preis für ihre Forschungsarbeiten rund um die sogenannte Fehling-Probe. Mit dieser wurde früher Diabetes diagnostiziert, heute gilt sie als Schulbeispiel für eine pH-abhängige Redox-Reaktion, bei der ein Reaktionspartner Elektronen auf den anderen überträgt. Die beiden 17-jährigen Jungforscher zeigten mit ihren Laborversuchen nun, dass die Fehling-Probe einer komplexeren Chemie folgt, als in Schulbüchern dargestellt. So entstehen bei der Reaktion verschiedene Zwischenstufen und Oxidationsprodukte, zudem reagieren Glucose und Fructose unterschiedlich schnell. Dies macht eine Neuinterpretation der seit 1848 eingesetzten Probe notwendig.

Ebenfalls im Team erfolgreich waren Matthias Grützner, Julian Egbert und Arne Geipel vom Herder-Gymnasium in Berlin. Die 16-jährigen erhielten den Europa-Preis zusammen mit dem Bundessieg im Fachgebiet Physik. Sie untersuchten die Wasserbilder, die entstehen, wenn ein Wasserstrahl auf eine raue Oberfläche trifft. Dann bilden sich spiralähnliche Strukturen, die an das Innere einer Sonnenblume erinnern. Die drei Jungforscher suchten – und fanden eine Erklärung: die winzigen Erhebungen auf rauen Oberflächen, zum Beispiel auf einem Holzbrett. Hier bricht sich das fließende Wasser und bildet spiralförmige Muster. Dies konnten sie mithilfe eines Experiments nachweisen und mit Kameratechnik aufzeichnen.

Den Europa-Preis der DFG konnten die sechs „Jugend forscht“-Sieger in Erlangen von DFG-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Ertmer entgegennehmen. Die DFG will mit ihrem 2010 geschaffenen Preis die Bedeutung der Internationalisierung für eine erfolgreiche Forscherkarriere unterstreichen. Deshalb werden die Jungforscher am European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) teilnehmen, der in diesem Jahr vom 22. bis 27. September in Tallinn stattfindet. Zur Vorbereitung werden sie von Mentorinnen und Mentoren betreut und nach Tallin begleitet. Die Mentoren sucht die DFG unter den von ihr geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, etwa im Emmy Noether-Programm, aus. Dies soll auch eine dauerhafte Vernetzung zwischen den Wissenschaftlergenerationen ermöglichen.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG,
    Tel. +49 228 885-2109,
    presse@dfg.de

Ausführliches zum Europa-Preis unter:

Informationen zu allen diesjährigen Siegerinnen und Siegern von „Jugend forscht“ unter:

Zusatzinformationen

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